Unsere Helfer von Zweite Hilfe

Zweite Hilfe unterstützt Menschen nach einem Schicksalsschlag. Unsere Helfer geben ihre Erfahrungen mit einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit an Sie weiter.

Würden Sie gerne einen Helfer anfordern? Oder haben Sie Ähnliches erlebt und wollen Ihre Erfahrungen weitergeben?

Um mehr über die persönliche Geschichte unserer Helfer zu erfahren, klicken Sie einfach auf den Namen des Helfers.
Für junge Menschen haben wir die Jugendliche helfen Jugendlichen ins Leben gerufen.

Haben Sie niemand passendes gefunden, oder haben Sie Fragen zur Zweiten Hilfe?

Für Ihre Anliegen nehmen wir uns gerne Zeit.
Kontakt-Nummer: 071 911 49 49 oder per Mail an: kontakt[at]myhandicap.ch

NameHandicapBild
Martin BeutlerChronische Schmerzen / Psychisch
Christian BürkiQuerschnittlähmung
Tamara WeberEssstörung
Kyung-Hee CodoniBorderline
Liliane WyssPons-HirninfarktLiliane Wyss
Silvio Betschlerkomplette ParaplegieSilvio Betscheler
Ursula T.Psychische ProblemeUrsula T.
Nathalie RiggenbachRückenproblemeNathalie Riggenbach
Marie-Luise Körnerinkomplette QuerschnittlähmungMarie-Luise Körner
Marko CuljakBein amputiertMarko Culjak
Cindy Gadolakomplette ParaplegieCindy Gadola
Jva Marijana GoldsteinTetraplegieJva Marijana Goldstein
Samuel SchieggSchädelhirntraumaSamuel Schiegg
Ramona König-SpielmannParaplegieRamona König-Spielmann
Michelle ZimmermannEpidermolysis Bullosa dystaphicaMichelle Zimmermann
Daniela MüllerUrostomaDaniela Müller
Nicole Schmidbeidseitige AmelieNicole Schmid
Dr. Henry HugUnterschenkel amputiertDr. Henry Hug
Hans-Jürg KohlerParaplegieHans-Jürg Kohler
Robert Rüegginkomplette ParaplegieRobert Rüegg
Madeleine NiggUnterschenkel amputiertMadeleine Nigg
René RacleCerebrale LähmungRené Racle
Joachim Röthlisbergergelähmte UnterarmeJoachim Röthlisberger
Christoph MinnigEpilepsieChristoph Minnig
Walter GrubenmannOberschenkel amputiertWalter Grubenmann
Bruno HäuslerMSBruno Häusler
Brigitte HauensteinUnterschenkel amputiertBrigitte Hauenstein
Walter SchlumpfLinksseitige LähmungWalter Schlumpf
Reto ThurnherrHörbehinderungReto Thurnherr
Markus BrauchliUnterschenkel amputiertMarkus Brauchli

Martin Beutler

Ich hatte einen Autounfall und wurde überfahren. Seitdem leide ich unter chronischen Schmerzen, d.h. ich habe Tag und Nacht sehr starke Beschwerden und muss Morphin einnehmen. Das jahrelange Konsumieren von Opiaten hatte zur Folge, dass ich psychische Probleme bekam.
Jetzt habe ich seit ca. 4 Jahren die Diagnose "Posttraumatische PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG" und bin auf den elektrischen Rollstuhl angewiesen. Aber es geht weiter, einfach nicht aufgeben.
Gerne würde ich Menschen, welche Ähnliches erleben mussten, meine Erfahrungen weitergeben und Hemmschwellen abbauen.

Christian Bürki

Eines Tages querschnittsgelähmt im Rollstuhl zu sitzen hätte ich mir nie vorstellen können. Mit dieser neuen Lebenssituation konfrontiert, muss man sich mit vielen neuen Herausforderungen im Alltag auseinandersetzen und lernen damit zu leben.
Während meiner Erstrehabilitation durfte ich auch einen Rollstuhlfahrer kennenlernen und ihm all meine Fragen stellen - Ich bin heute noch dankbar für diese Erfahrung!

Hier möchte ich frisch Betroffenen mit meinen Erfahrungen Ängste und Unsicherheiten nehmen und Fragen zum alltäglichen Leben beantworten.

Tamara Weber

Ich selbst litt über 20 Jahre an einer Essstörung, daher motiviert es mich sehr, Menschen aufzuklären, was die Krankheit auslösen kann und wie ich meinen Weg daraus bestritten habe. Ich möchte gerne aufzeigen, dass Sie nicht alleine sind. Ich hätte mir damals oft gewünscht, eine authentische Person an meiner Seite gehabt zu haben. Meine Motivation als Helfer von Zweite Hilfe ist es, Menschen mit einer Essstörung zu unterstützen und ein offenes Ohr für Ihre Gefühle zu haben.

Hier mein Erfahrungsbericht - Meine Geschichte hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.

Kyung-Hee Codoni

Als Helferin, möchte ich Menschen ein Gesicht geben, welche sich durch ihre Borderline Persönlichkeit auszeichnen. Wenn die Emotionen Achterbahn fahren und der körperliche Schmerz Glücksgefühle auslöst, ist es ein Teil von mir. Das Leben ist nicht Schwarz-Weis, sondern bunt. So verschieden wir sind, so einzigartig ist jeder Mensch, denn keine Schneeflocke fällt je auf den falschen Platz.

Liliane Wyss

Als Biochemie-Studentin erlitt ich mit 22 Jahren einen Pons-Hirninfarkt und wurde Locked-in. Essen, trinken, und reden kann ich nicht mehr. Auch bin ich halbseitig gelähmt und im Rollstuhl. Ich wurde völlig aus dem Leben gerissen, für immer. Ich lebe nun im Behindertenheim mit anderen Schwerbehinderten. Ich bin das lebendige Beispiel einer lebenslustigen Schwerstbehinderten, was Andere motivieren kann. Ich habe ein Buch über meine Krankheitsgeschichte verfasst. Es heisst ROSENMEER. Ich denke, das ist eine gute Lösung zur Verarbeitung des Erlebten.

Silvio Betschler

Ich hatte im August 2011 einen schweren Berufsunfall und bin seither querschnittgelähmt, Diagnose komplette Paraplegie. Mir hat die Unterstützung eines ebenfalls querschnittgelähmten Freundes neuen Lebensmut und neue Perspektiven gegeben. Ich möchte mich als Helfer der Zweiten Hilfe engagieren, weil ich diese Erfahrung weitergeben möchte.

Ursula T.

Ich war wegen multiplen psychischen Einschränkungen in der Psychiatrie. Ich war völlig in mir gefangen, verwirrt, hilflos und fühlte mich missverstanden. Heute habe ich gelernt, trotz wiederkehrenden Krisen, mittels meinen selbst erlernten Altagsbewältigungsstrategien und einem Helferteam mit meinem Handicap zu leben und führe ein selbstbestimmtes Leben. Ich weiss, dass meine Beeinträchtigung auch eine Bereicherung ist, da sie mir ganz besondere Fähigkeiten verleitet, dank denen ich andere verstehen und begeistern kann. Gerne gebe ich meine Erfahrungen weiter.

Nathalie Riggenbach

Völlig unerwartet erlitt ich ab dem Alter von 30 Jahren drei Bandscheibenvorfälle mit Beinlähmungen inkl. einer Operation und wurde so des Öfteren aus dem Alltag „gerissen“. Immer wieder musste ich mich auf neue Hindernisse einstellen. Dadurch öffnete sich mir aber auch eine andere Welt als die klassische Medizin und ich durfte durch diverse Alternativ-Therapien lernen, dass ich v.a. durch die Bewahrung einer positiven Lebenseinstellung und die Disziplin eines Trainings diverse Situationen meistern kann. Ich treibe wieder Sport: Tennis (in der Nationalliga) Skifahren, Fitness und reise sehr gerne. Ich möchte mich als Helfer von Zweite Hilfe dafür einsetzen anderen Menschen mit Rückenproblemen Mut zu machen!

Marie-Luise Körner

2009 erlitt ich einen Velo-Unfall mit Trümmerbruch der linken Beckenpfanne. Nach der Operation spürte ich meine Beine nicht mehr. Diagnose: Querschnittslähmung inkomplett.
Ich habe meine Lebensfreude wieder gefunden, durch meine Einstellung „Dankbar sein für die Dinge die ich noch kann und nicht jene Dinge bedauern, die ich nicht mehr kann“.

Marko Culjak

Nachdem ich unfallbedingt mein rechtes Bein verlor, fühlte ich mich mit der neuen Situation alleine gelassen. Ich wusste nicht, an wen ich mich wenden sollte, um über meine Erlebnisse zu reden. Ich wäre wirklich froh gewesen, wenn es damals die Möglichkeit gegeben hätte, mit Gleichbetroffenen zu sprechen, insbesondere über meine Phantomschmerzen. Weil es mir aber dennoch gelungen ist, mit der Situation umzugehen und meine optimistische und positive Lebenseinstellung zu bewahren, möchte ich als Helfer gerne frisch Betroffenen helfen, damit dies auch ihnen gelingt.

Cindy Gadola

Ich engagiere mich als Helferin bei MyHandicap, weil ich so andere Menschen mit Behinderung unterstützen und motivieren kann. Seit einem Autounfall 2008 bin ich querschnittgelähmt (komplette Paraplegie). Trotzdem arbeite ich wieder regelmässig als Wertschriftenspezialistin, gehe mit Freunden in den Ausgang, reise und mache viel Fitness. Zudem amtiere ich seit 2009 als Vize Miss Handicap.

Jva Marijana Goldstein

Die Tätigkeit als Helferin für Zweite Hilfe, ist für mich ein wesentlicher Beitrag zur Unterstützung von Menschen, die sich plötzlich mit einer Behinderung auseinandersetzen müssen. Ich sehe in dieser Arbeit die Möglichkeit, Betroffenen in dieser schwierigen Situation durch meine eigenen Erfahrungen (Tetraplegie) neue und positive Perspektiven zu vermitteln. 

Samuel Schiegg

Helfer wie wir sind meines Erachtens genau so wichtig wie Ärzte und Psychologen. Der Vorteil ist, dass wir Selbsterlebtes zum Beispiel zum Thema Integration an jene Leute weitergeben können, die diese Hilfestellung wollen. Ich selber hatte mit zwei Jahren einen Autounfall mit Diagnose SHT Schädelhirntrauma, das mich aber nicht hinderte, gegen alle Prognosen einen KV-Abschluss zu machen und mich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Michelle Zimmermann

Ich wurde mit der seltenen Hautkrankheit, Epidermolysis Bullosa Dystrophica geboren, Schmetterlingskind. Die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft ist mir ein grosses, persönliches Anliegen. Deshalb habe ich den Event der Miss Handicap ins Leben gerufen. Als Helferin der Zweiten Hilfe werde ich insbesondere Menschen begleiten, deren Kinder mit einer Erbkrankheiten geboren wurden. 

Daniela Müller

Mitten im Leben, nach der zweiten Ausbildung und nach einer selbständigen Gewichtsreduktion von über 60 kg dachte ich, so jetzt starte ich durch. Plötzlich merkte ich jedoch, dass ich mehr Toilettengänge hatte und ich inkontinent wurde.

Nach verschiedenen Medikamenten, Therapien erhielt ich einen Bauchdeckenkatheter. Dies war aber nur eine Zwischenlösung und die Behandlung wurde mit Neurostimulatoren fortgesetzt. Leider funktionierte dies nur einen Monat. Da die Blase schrumpfte, blieb noch der Weg der Entfernung des Organs, was ich aber mit meinen 28 Jahren nicht wollte. So entschied ich mich für eine Vergrösserung. Leider funktionierte auch das nicht. 2012 musste mir die Blase komplett entfernt und ein Ileum Conduit (Urostoma) gelegt werden. Erst dadurch hat sich meine Lebensqualität wieder gesteigert.

Ich habe die Freude am Leben nie verloren und immer gekämpft. Deshalb niemals aufgeben auch wenn es nicht immer einfach ist!

Nicole Schmid

Ich habe eine beidseitige Amelie, d.h. ich bin ohne Arme geboren. Die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft ist mir ein Herzensanliegen. Auch als behinderter Mensch kann man ein ganz „normales“ Leben führen. Das beweise ich täglich. Ich bin gelernte Kauffrau und in meiner Freizeit gerne mit Freunden zusammen. Ich lese viel und treibe Sport wie Skifahren, Curling und Schwimmen. Als Helferin der von Zweite Hilfe kann ich andere Menschen mit Behinderung motivieren, ein ebenso „normales“ Leben zu führen.

Dr. Henry Hug

Ich habe mich als Helfer zur Verfügung gestellt, weil ich überaus dankbar bin, dass es mir seit meiner Unterschenkelaputation (2008) überaus gut geht. Ich denke, dass der Besuch eines Selbstbetroffenen bei einem neuen Patienten manchmal wertvoller sein kann als ein Psychiater.

Robert Rüegg

Nach einem Sportunfall (inkomplette Paraplegie) lag ich in der Erst-Reha im Krankenhaus viele, endlose Nächte lang wach. Gedanken rund um meine zukünftige Wohn- und Arbeitssituation, meinem sozialen Umfeld und meiner Gesundheit haben mir den Schlaf geraubt. In der Zwischenzeit habe ich mir mein Leben im Rollstuhl eingerichtet und ich weiss, dass viele der dunklen Gedanken nicht nötig gewesen wären. Als Helfer für Zweite Hilfe möchte ich im Gespräch mit Frischbetroffenen helfen, solche Ängste abzubauen.

Madeleine Nigg

Mitten im Leben habe ich Ende 2006 völlig unerwartet krankheitsbedingt meinen Unterschenkel verloren. Die Bekanntschaft mit einer jungen Frau mit ähnlichem Schicksal hat mir in dieser schweren Zeit viel Zuversicht gegeben und geholfen, mich in meinem neuen Leben zurecht zu finden. Mit meiner Tätigkeit als Helferin möchte ich frisch Betroffenen Mut machen, optimistisch in die Zukunft zu blicken!

Walter Grubenmann

Da ich seit dem 20. Lebensjahr beinamputiert bin, weiss ich um die schwierige Situation. Gerne würde ich anderen Menschen Mut machen. 

Bruno Häusler

Ich bin Helfer bei von Zweite Hilfe der Stiftung MyHandicap, weil ich anderen Betroffenen mit meiner Erfahrung und positiven Einstellung unterstützen kann. Und.. um aufzuzeigen, dass das Leben auch mit Behinderung richtig schön sein kann.

Brigitte Hauenstein

Ganz viele Fragen haben sich plötzlich gestellt als mir mein Unterschenkel amputiert wurde. Ich wäre froh gewesen, hätte ich mich mit diesen an einen Betroffenen wenden können. Kurz und bündig: Deshalb bin ich Helferin der Zweiten Hilfe.

Walter Schlumpf

Bei einem Raubüberfall wurde ich angeschossen. Seither ist meine komplette linke Seite gelähmt. Heute kann ich wieder laufen. Gerne würde ich Menschen, welche eine Lähmung haben oder Ähnliches erleben mussten, helfen.

Reto Thurnherr

Als Schwerhöriger finde es wichtig, dass wir Behinderten möglichst unabhängig und selbständig leben. Deshalb bin ich Helfer bei diesem Angebot von MyHandicap.

Markus Brauchli

Eine Amputation wirft so viele Fragen auf, die ein bereits Unterschenkelamputierter wie ich eventuell beantworten kann. Damit möchte ich Betroffene unterstützen und ihnen eine Hilfe sein.