Sitzfussball

Fußballspielen im Sitzen, das hört sich gemütlicher an als es ist.  (Foto: www.nickstand.com)
Sitzfussball erfordert ein hohes Mass an körperlicher Fitness. Selbst für gut trainierte Sportler, ist Fussball im Sitzen eine konditionelle Herausforderung (Foto: www.nickstand.com)

Dass Fussball, die weltweit beliebteste und am weitesten verbreitete Sportart, Menschen mit zwei gesunden Beinen vorbehalten bleibt, stimmt nicht. Auch Menschen mit Behinderung können Tore schiessen.

Bereits nach dem Krieg bildeten sich in Deutschland Versehrtensportgruppen, die ihren geliebten Sport trotz Amputation weiter ausübten. Dies blieb aber bis heute auch gut informierten Behindertensportlern weitgehend verborgen.
Vielleicht liegt das auch an der Namensgebung 'Sitzfussball', die allzu leicht mit der Behinderten-Sportart 'Sitzball' verwechselt wird. Zwar ist da auch ein Ball im Spiel, aber mit Fussball hat dieser Sport rein gar nichts gemeinsam.

Nur ein paar kleine Unterschiede

Bis heute gibt es nicht mehr als eine Handvoll Teams in Deutschland und Österreich, die Sitzfussball auch wettkampfmässig ausüben.
Gespielt wird in einer Halle mit Banden, der Spielablauf gleicht dem des herkömmlichen Fussballs. Nur die Tore sind niedriger, da der Torwart sitzt oder kniet. Die Feldspieler "laufen" mit dem Hintern am Boden. Ansonsten wird in der gewohnten Art und Weise gepasst, geköpft und geschossen.

Kondition gefragt

Das Spiel ist keineswegs statisch. Die Sportler benötigen ein hohes Niveau an Fitness und Kondition, um im Wettkampf mithalten zu können. Natürlich dürfen auch "Zweibeiner" mitspielen. Selbst trainierte Sportstudenten und Profikicker, die das schon einmal probiert haben, sind erstaunt darüber, wie schwer sie mit ihren einbeinigen Kollegen mithalten können.

amputee football

Neben dem Sitzfussball hat sich als Fussballsport für Menschen mit Bein-und Armbehinderung in den letzten Jahren auch "amputee football" etabliert.
Auch diese Sportart wird im Prinzip wie normales Fussball gespielt, die behinderten Feldspieler benutzen Krücken. Wenn Nicht-Behinderte teilnehmen, dürfen diese nur mit einem Bein spielen.

Text: Walter Hermann
Fotos:
www.nickstand.com

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