Rugby - Balleroberung mit System

Entstehung eines Turnovers im Spiel zwischen USA-CAN bei den Paralympics 2012 (Foto: MyHandicap)
Entstehung eines Turnovers im Spiel zwischen USA-CAN bei den Paralympics 2012 (Foto: MyHandicap)

Mit speziell gefertigten Rollstühlen versuchen zwei Teams zu je vier Spielenden Tore zu erzielen oder mit einer Rollstuhlblockade den Gegner nicht zum Zug kommen zu lassen. Das Teamerlebnis steht im Vordergrund. Darüber hinaus gibt es aber auch Meisterschaften und internationale Wettkämpfe.

Kontakt zwischen den Rollstühlen ist nicht nur erlaubt, sondern hat bei diesem schnellen Sport Methode. So versucht ein verteidigendes Team den Gegner zu stoppen und den Ball zu erobern. Alle zehn Sekunden muss ein Spieler den Ball passen, weitere Zeitlimiten regeln die Dauer eines Angriffs und die Dauer bis zum Erreichen einer gewissen Position auf dem Feld. Das Tor gilt, wenn beide Räder des Rollstuhls die Torlinie überquert haben und der Ball vom Spielenden dabei kontrolliert wird.

Kanadische Wurzeln

1977 wurde in Kanada zum ersten Mal Rollstuhl-Rugby gespielt. 1979 spielte man dort die erste Meisterschaft. Über die USA und Grossbritannien verbreitet sich die Sportart rasch. 1995 nahmen schon 15 Länder an internationalen Wettbewerben teil. 1996 wurde die Sportart als Demonstrationswettbewerb zu den Paralympics eingeladen und seit Sydney 2000 werden Teamwettbewerbe an den Paralympics durchgeführt.

Text: Dominik Feusi
Bild: MyHandicap

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