Initiative Unihockeyclub

Seit 2004 trainieren im Schulungs- und Wohnheim Rossfeld die Rolling Thunders eine neue Art des Unihockeyspiels: Elektro-Rollstuhl-Hockey.

Wenn die E-Hockeyspieler der Rolling Thunders ihre Rollstühle während des Trainings mit Leichtigkeit kreuz und quer durch die Turnhalle steuern, wird gepasst, geschossen, gelacht, motiviert und gekämpft. Nichts erinnert dabei an die recht aufwändigen Trainingsvorbereitungen. Je nach Behinderung muss vor dem Spiel der Schläger mit Binden am Arm befestigt werden. An einige Rollstühle werden die so genannten Festschläger montiert. Festschläger sind eigens fürs E-Hockey konstruierte Hilfen, die vorne am Rollstuhl befestigt werden.

Die Rolling Thunders in Aktion am beim Swiss Cup 2007 in Deitingen (SO) (Foto: Rolling Thunder)
Die Rolling Thunders in Aktion am beim Swiss Cup 2007 in Deitingen (SO) (Foto: Rolling Thunder)

Geschichte der Rolling Thunders

Im Zusammenhang mit der Gründung des Swiss Cup im Jahr 2004 entstand die Idee einer eigenen Handrollstuhlmannschaft im Rossfeld. Der neu gegründete noch namenlose Club veränderte sich aber in eine E-Hockey-Mannschaft, weil immer mehr Handrollstuhlfahrer aus gesundheitlichen Gründen aufgaben und Elektrorollstuhlfahrer für sie einsprangen. Zu den ersten Mitgliedern der Rolling Thunders zählten Marco Wyss, Kevin Trüeb und Peter Segmüller. Alle drei sind auch heute noch dabei, genauso wie Isabelle Pulver.

Kräftemessen bei Turnieren

Die Rolling Thunders spielen jährlich an drei bis vier Turnieren mit. Den grössten Stellenwert nimmt dabei neben internationalen Anlässen sicherlich die der Swiss-Cup ein, die Schweizermeisterschaft der E-Hockey-Clubs. Beim 5. Swiss-Cup am 10. Juni 2007 in Deitingen (SO) errangen die Berner im Vergleich mit den elf anderen E-Hockey-Teams der Schweiz den dritten Platz.

Kurzes Regelwerk zum E-Hockey

E-Hockey orientiert sich am Unihockey, hat aber ein eigenständiges Regelwerk:

  • Die Höchstgeschwindigkeit beträgt zehn Stundenkilometer.
  • Der Ball muss unter dem Rollstuhl unbehindert durchrollen können.
  • Fährt ein Spieler mit einem Rad in den eigenen Torraum oder spielt den Ball darin, wird der gegnerischen Mannschaft ein Penalty zugesprochen.
  • Neben dem Torwart muss mindestens ein Feldspieler mit einem am Rollstuhl befestigten Schläger spielen

Nicht erlaubt sind:

  • den Ball beeinflussende bauliche Veränderungen am Rollstuhl
  • das Befahren des Torraumes durch die Feldspieler
  • das Spielen des Balles höher als 20 cm
  • das Fahren gegen den Rollstuhl des Gegners (absichtlich oder unabsichtlich)
  • jedes Spielen des Balles mit dem Fuss
  • den Schläger im Torraum zu führen, wenn der Ball dabei nicht berührt wird.

Text: cobar 10/2007 - MyH

Bild: Rolling Thunder

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