Leichtathletik: Auf die Plätze, fertig ...

Die Leichtathletik gehört im Behindertenbereich zu den Kernsportarten der Individualsportler. Welche Disziplinen kann man nun aber als Rollstuhlfahrer in der Leichtathletik betreiben? Zum einen ist es das Rennrollstuhlschnellfahren. Hier messen sich die Athleten auf fast allen nur denkbaren Strecken, angefangen beim 100m-Sprint auf der Bahn bis hin zum Städtemarathon.

Aber auch Extremsportler gibt es unter den Rollstuhlschnellfahrern, die beispielsweise eine 100 Kilometer-Strecke in nur wenig mehr als vier Stunden. bewältigen. Mit den Rennrollstühlen erreichen die Athleten Geschwindigkeiten von mehr als 30 Stundenkilometer auf der Bahn, über 40 Stundenkilometer auf Asphalt und fast unglaubliche 80 Stundenkilometer, wenn es den Berg hinunter geht.

Die speziellen Rennrollstühle, mit denen diese Leistungen erst möglich sind und die auch die entsprechenden Belastungen aushalten, sind den Athletinnen und Athleten auf den Leib geschneidert, das heisst sie werden angepasst an die Körperproportion, individuelle Sitzposition und nicht zuletzt an das Körpergewicht. Die gestiegenen Anforderungen an einen solchen Rollstuhl haben bewirkt, dass diese heute dreirädrig sind, um sie leichter, aerodynamischer und besser lenkbar zu machen.

"Technikerstühle"

Der zweite grosse Bereich der Leichtathletik sind die technischen Disziplinen Kugelstossen, Speerwerfen, Diskuswerfen und Mehrkampf. Auch hier wird der Sport nicht aus dem "Alltagsstuhl" heraus betrieben, sondern aus speziellen "Technikerstühlen", die meistens nur sehr kleine Räder haben, die lediglich den Transport erleichtern sollen. Diese Werferstuhle sollen den Athletinnen und Athleten eine möglichst feste Basis schaffen, damit der Aktive seine Fähigkeiten und Möglichkeiten optimal auf sein Wettkampfgerät Diskus, Speer oder Kugel übertragen kann.

Hierzu wird der Technikerstuhl mit Spanngurten fest am Boden fixiert. Die Wettkampfstühle der Werfer sind ausnahmslos Einzelanfertigungen, individuell auf den Sportler abgestimmt und für die Wurfdisziplin entsprechend ausgestattet. So ist beispielsweise für den Speerwurf eine Haltestange sowie für Kugel und Diskus eine Armlehne angebracht, um die fehlende Rumpfmotorik auszugleichen.

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