Der Gleichstellung auf die Sprünge helfen

Statue von Justizia (Tony Caffrey/Wikimedia)
Die Gleichstellung behinderter Menschen ist noch lange nicht abgeschlossen (Tony Caffrey/Wikimedia)

Für behinderte Menschen bestehen heute immer noch viele Barrieren im Alltag. Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) setzt sich tatkräftig dafür ein, dass diese Hindernisse beseitigt werden.

Seit 2004 setzt sich das EBGB ein, den von der Bundesverfassung und dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) verlangte Abbau von Hindernissen für behinderte Menschen umzusetzen. Dabei setzt das EBGB seine Kompetenz als Fachstelle des Bundes auf verschiedenen Ebenen ein. Das Büro ist Ansprechpartner für staatliche und nichtstaatliche Stellen bei der Umsetzung des Gleichstellungsrechts.

Öffentlichkeit für Gleichstellung sensibilisieren

Dabei stellt die Fachstelle ihr Wissen und ihre Erfahrungen zur Verfügung und liefert schlägt auch Massnahmen vor. Daneben wird mittels Kursen, Tagungen und Publikationen die Öffentlichkeit für die Gleichstellung behinderter Menschen sensibilisiert. Weitere wichtige Wirkungsbereiche sind die Finanzierung von Projekten zur Förderung der Integration sowie die Einflussnahme auf politischer Ebene zu Fragen der Gleichstellung. Bei all den Themen arbeitet das EBGB mit öffentlichen und privaten Fachstellen und Behindertenorganisationen zusammen.

Verschiedene Formen der Integration

Fragen zur Gleichstellung können in den unterschiedlichsten Lebenssituationen auftreten. Das EBGB nimmt dabei mit seinem Mitteln in folgenden Bereichen Einfluss:

  • Arbeit: Das Behindertengleichstellungsgesetzt sieht Massnahmen vor, welche die berufliche Integration verbessern. Hier wird der Bund als Arbeitgeber direkt angesprochen. Aber auch Pilotprojekte zur Förderung der Integration behinderter Menschen in der Arbeitswelt werden unterstützt.
  • Bildung: In den Schulen soll die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes in den Kantonen mittels Integration gefördert werden. Bei öffentlichen Weiterbildungsangeboten schreibt das BehiG die Beseitigung von Hindernissen auch vor.
  • Bauen – Wohnen: Das EBGB setzt die Gleichstellung um, indem auf die gesetzlich Verpflichtung zu einem hindernisfreien Zugang bei öffentlicher Bauten hingewiesen wird.
  • Sport: Das EBGB führt Gespräche mit verschiedenen Sportorganisationen über die Ausweitung  des Angebots für behinderte Menschen. Zudem geniessen einige integrative Sportprojekte Unterstützung im Rahmen der Finanzhilfe
  • Transport: Ein hindernisfreier Zugang zum öffentlichen Verkehr muss gemäss BegiG gewährleistet sein. Dabei muss dies mit den gegeben Übergangsfristen umgesetzt werden.
  • Kinder und Jugend: Das EBGB legt Wert darauf, bei all seinen Tätigkeiten Jugendliche anzusprechen und einzubeziehen.

Neben den Bereichen für staatliche und nichtstaatliche Stellen befindet sich auf der Website des EBGB ein Bereich mit praktischen Tipps für ein breites Publikum. In diesem Teil des Internetauftritts können auch Menschen mit Handicap direkt auf nützliche Informationen zugreifen. Hier finden Betroffene zu verschiedenen Themen  rechtlichen Hintergründe, nützliche Adressen und Links, Informationen zu praktischen Hilfsmittel und Weiters.. Auch wenn das EBGB nicht der direkte Ansprechpartner für Menschen mit einer Behinderung ist, bündelt das Büro mit in diesem Bereich wichtige Informationen für Sie. Ein Klick dorthin lohnt sich allemal.

Text: hia

Bilder: Flickr/ dierk schaefer, guido haesevoets

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