Für Kinder mit Behinderung: Wünsch dir was!

Jolanda bekam nicht nur eine Autogrammkarte von Kliby, sondern durfte ihn auch in der Garderobe besuchen (Bild: Stiftung Wunderlampe)
Jolanda bekam nicht nur eine Autogrammkarte von Kliby, sondern durfte ihn auch in der Garderobe besuchen (Bild: Stiftung Wunderlampe)

Hell leuchtende Kinderaugen, wenn Herzenswünsche in Erfüllung gehen. Und grad Mädchen und Buben, welche mit einer Behinderung oder einer Krankheit leben, kann die Erfüllung eines Traums Kraft und Mut spenden.

Die Lebensqualität der 15-jährigen Jolanda aus Niedergösgen ist durch eine linksbetonte tetraspastische Cerebralparese stark eingeschränkt. Vor dem Fernseher und ab CD geniesst sie jeweils die Auftritte von Bauchredner Kliby und seiner vorwitzigen Puppe Caroline. Der Traum, die beiden einmal live zu erleben, wurde an einem Samstag im September 2008 im Tägi-Park in Wettingen wahr.

Der grosse Tag

Mit dem Rollstuhl, den Jolanda zur Fortbewegung braucht, gesellte sie sich mit ihrer Familie unter die Zuschauer und durfte die Show an vorderster Front miterleben. Die kecke Caroline entlockte ihr mit den flotten Sprüchen so manchen herzhaften Lacher. Während Kliby nach dem Auftritt unzählige Autogrammwünsche erfüllte und Hände schüttelte, wartete Jolanda geduldig im Hintergrund. Nun war der Zeitpunkt gekommen und Kliby nahm sich Zeit. Caroline wurde eigens dafür nochmals aus der Garderobe geholt und konnte auch da ihren vorlauten Mund nicht halten. Sie plauderte zur Freude aller fröhlich drauflos. Zum Abschluss wurde noch für einige Fotos posiert und schon war die schöne Zeit zu Ende. 

Damit solche Erlebnisse überhaupt möglich werden, setzten sich Organisationen wie die Stiftung Wunderlampe ein.

Freude und Abwechslung

Zwei Ziele hat die Stiftung, welche 2001 gegründet wurde. Erstens will sie den Herzenswunsch von schwer- und langzeiterkrankten, behinderten oder verunfallten Kindern und Jugendlichen erfüllen. Weiter unterstützt die Stiftung Projekte und Aktionen für Kinder, die sich lange Zeit in einem Spital aufhalten müssen oder in einem Heim leben. Das kann zum Beispiel eine Krabbelecke für Kinder sein oder Spielsachen. Mit diesen Aktionen soll den kleinen Patienten  Freude und Abwechslung in den Spital- oder Heimalltag gebracht werden.

 

 

Einmal einen Elefanten aus der Nähe erleben, das lässt manche Herzen höher schlagen (Bild: Stiftung Wunderlampe)
Einmal einen Elefanten aus der Nähe erleben, das lässt manche Herzen höher schlagen (Bild: Stiftung Wunderlampe)

Sorgfältige Planung

Die Stiftung Wunderlampe wird nur aktiv, wenn es der behandelnde Arzt zulässt und ein medizinisches Risiko weitgehend ausgeschlossen werden kann. Da Angehörige der kranken oder verunfallten Person durch die Gesamtsituation unter einer starken Belastung stehen, soll auch ihnen etwas Gutes getan werden und so werden auch sie in die Wunscherfüllung einbezogen. 

Neben einer sorgfältigen Planung und Organisation steht der Kontakt mit den Beschenkten im Vordergrund, um möglichst gut auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Die ehernamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Wunderlampe gehen mit hoher sozialer Kompetenz, Flexibilität, Fantasie und Engagement an die Erfüllung der Kinderwünsche. Unterstützung beim Planen und Realisieren bekommen sie dabei von gleichgesinnten Organisationen, Partnerunternehmen und Sponsoren.

Gewinn für alle

Wie Lisbeth Casutt von der Stiftung Wunderlampe erklärt, ist es der Stiftung wichtig, dass der Rahmen bei der Wunscherfüllung für alle Beteiligten stimmt. Nicht nur die direkt angesprochenen Kinder können den besonderen Tag geniessen. Dank der detaillierten Organisation bei der Umsetzung der Wünsche werden die Angehörigen für einen Moment entlastet und die Geschwister, Eltern und Bezugpersonen können sich unbeschwert mitfreuen. „Wichtig für uns ist es, nicht einfach nur Wünsche zu finanzieren, sondern Träume zu erfüllen, welche für die meisten Menschen unerreichbar sind. Bekannte Persönlichkeiten unter anderem aus Sport, Politik und Kultur unterstützen die Wunderlampe bei der Umsetzung dieser Kinderträume mit vollem Engagement“, erklärte Casutt. Zudem kämen viele Spenden und Hilfsangebote aus der Bevölkerung.

Auch für die ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren ist ihre Arbeit eine Erfüllung: „Wenn ich dann die strahlenden Kinderaugen sehe, berührt es mich jedes Mal aufs Neue und es bleibt ein gutes Gefühl in Erinnerung“, so Casutt.

Wenn auch Sie ein schwerkrankes, behindertes oder verunfalltes Kind kennen, dass schon lange einen Herzenswunsch in sich trägt, zögern Sie nicht, sich an die Stiftung Wunderlampe zu wenden. Denn positive Erlebnisse geben Kraft!

Kontaktdaten der Stiftung Wunderlampe 

 

Text: hia 12/2009

Bilder: Stiftung Wunderlampe

Sie haben noch Fragen? Stellen Sie diese gleich hier im Forum!

Links zu diesem Artikel