Forschungsprojekt: Studieren mit Behinderung an Schweizer Hochschulen

Eine Holzstatue des CDI. (Bild: Hannes Thalmann, Universität St. Gallen)
Das CDI sucht für ein Forschungsprojekt Teilnehmer mit einer Behinderung. (Bild: Hannes Thalmann, Universität St. Gallen)

Das Center for Disability and Integration der Universität St.Gallen hat ein Forschungsprojekt gestartet, um die Bedingungen für Studierende mit Behinderungen zu verbessern. Interviewpartner zur Teilnahme am Forschungsprojekt werden laufend gesucht.

Seit 2004 ist das Bundesgesetz über die Beseitigung von Nachteilen von Menschen mit Behinderung in der Schweiz in Kraft. Darin wird unter anderem auch der Zugang zur Aus- und Weiterbildung thematisiert, eine Voraussetzung, welche insbesondere für Menschen mit einer Behinderung den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt sicherstellt sowie die Partizipation am gesellschaftlichen Leben erleichtert.  

In Bundesverfassung verankert

Zudem wurde die Bundesverfassung mit einem expliziten Gleichstellungsgebot sowie einem Diskriminierungsverbot gegenüber Menschen mit einer Behinderung erweitert. Diese gesetzlichen Regelungen bilden eine optimale Grundlage, um erfolgreich Integrationsbestrebungen einzuleiten. Für berufstätige Menschen mit Behinderungen und Studierende mit Behinderungen ist dies von fundamentaler Bedeutung. 

In welchem Rahmen die Gesetzgebung wahrnehmbare Veränderungen für Betroffene auslöst, muss indessen gezielt erhoben und überprüft werden – etwas in einem Forschungsprojekt, das das Center for Disability and Integration gestartet hat.

Ziel Verbesserung der Studienbedingungen

Dieses Forschungsprojekt legt den Fokus auf Studierende mit einer Behinderung an Hochschulen respektive Universitäten. Es gilt, die zielführenden Optimierungsmassnahmen der Studienbedingungen für Studierende mit Behinderung zu erforschen, welche die grösstmögliche Barrierefreiheit beziehungsweise einen optimalen Zugang sicherstellen.

Diese Optimierungsmassnahmen werden insbesondere durch halbstrukturierte Interviews mit direkt betroffenen Studierenden, Gymnasiasten sowie ehemaligen Studierenden abgeleitet. Insbesondere untersucht werden der Einstiegsprozess für ein Studium, der effektive Studienprozess sowie der Ausstiegsprozess (Einstiegs ins Berufsleben). Ziel ist es, ein exemplarisches Inklusions-Konzept für den Case „Universität St. Gallen“ zu entwickeln.

Interviewpartner gesucht

Für die Interviews werden laufend erfahrene Partner gesucht. Menschen mit einer Behinderung, welche ein Gymnasium besuchen, an einer Hochschule in der Schweiz studieren oder bereits den Berufseinstieg nach dem Studium hinter sich haben, bitten wir, sich für ein vertrauliches Interview am Center for Disability and Integration zu melden an Regula Dietsche (regula.dietsche[at]unisg.ch).


Text: Regula Dietsche / Simon Müller - 08/2013
Bild: Universität St. Gallen (HSG)

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