Sicherheit dank aktivem Stützfahrwerk

Im Stand sehen die umgebauten Motorräder der Firma Wilhelm Költgen schon etwas sonderbar aus - die Ähnlichkeit des Gefährts mit einem Kinderfahrrad samt Stützrädern lässt sich (zumindest im Stand) nicht wegdiskutieren. Doch weit gefehlt - mit dieser Einschätzung wird man dem Bikes nicht gerecht, denn die Stützen sind nicht statisch fixiert, sondern lassen sich per Knopfdruck ein- und ausfahren.

 

 

 

Für viele Motorradfahrer mit Handicap ist weniger das Fahren an sich ein Problem, sondern das Losfahren und Anhalten. Hier hilft dieses aktive Stützfahrwerk. Bis das Fahrzeug an Geschwindigkeit und somit an Stabilität gewonnen hat, verhindern die zusätzlichen Räder ein umkippen der Maschine.Wenn sich dann der Fahrer sicher fühlt, klappt er die Stützräder auf Knopfdruck hoch und fährt wie allen anderen Motorradfahrer auch.  Zum Anhalten fährt er oder sie die Stützen wieder aus, was inner einer halben Sekunde geschieht. Wer früher schon auf zwei Rädern unterwegs war, wird sich über die wiedererlangte Freiheit und das Fahrgefühl freuen.

Mehrfach abgesichert

Wichtig an diesem System ist, dass es manuell steuerbar ist. Würden die Stützen geschwindigkeitsabhängig gesteuert, so könnte es in langsam gefahrenen, engen Kurven zu Unfällen kommen. Die Technik ist mehrfach abgesichert und geprüft. Sollte dennoch mal ein Defekt auftreten, bleiben die Zusatzräder ausgefahren - womit die Maschine sicher auf der Strasse und der Fahrer sicher im Sattel bleibt. Mit den ausgefahrenen Stützrädern kann dann immer noch langsam nach Hause oder in die nächste Werkstatt gefahren werden.

 

Text: hia - 09/2007 - MyH

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