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Rollmaterial: SBB entscheidet im Mai 2014

Freitag, 31. Januar 2014
Porträt von SBB-Konzernchef Andreas Meyer. (Foto: SBB)

SBB-Konzernchef Andreas Meyer. (Foto: SBB)

Die SBB wird das Ausschreibungsverfahren für die Beschaffung von 29 neuen Zügen für den Nord-Süd-Verkehr wie geplant abschliessen, die Rollmaterialhersteller wurden heute entsprechend informiert. Der Zuschlag für einen der Anbieter erfolgt im Mai 2014.

Die SBB hat im April 2012 das Ausschreibungsverfahren für 29 neue Züge gestartet. Basierend auf den vorliegenden Angeboten werden derzeit noch letzte Fragen mit den Anbietern geklärt. Die SBB befasst sich im Rahmen des üblichen Risikomanagements bei Beschaffungsprojekten insbesondere mit Zulassungsfragen im nationalen und internationalen Bereich.

Rollmaterialbeschaffungen sind komplex

Im Mai 2014 wird die SBB einem der Anbieter den Zuschlag erteilen. Die neuen Züge sollen schrittweise eingesetzt werden. Im Hinblick auf das prognostizierte Nachfragewachstum nach der Inbetriebnahme des Gotthard- und Ceneri-Basis-Tunnels kann die SBB für die Kunden genügend Sitzplätze zur Verfügung stellen. Rollmaterialbeschaffungen sind komplex und haben den detaillierten Vorgaben des öffentlichen Beschaffungsrechts zu genügen. Deshalb dauert es bis zum Vergabeentscheid für die neuen Nord-Süd-Züge einige Monate länger als ursprünglich geplant.

Tiefeneinstiege in Rollmaterialstrategie verankert

Tiefeinstiege entsprechen einem wesentlichen Kundenbedürfnis (Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, Gepäck, Kinderwagen). Diese Anforderungen hat die SBB nach eingehender Befassung mit dem Behindertengleichstellungsgesetz in ihrer Rollmaterialstrategie verankert. Die SBB setzt alles daran, auch auf der Nord-Süd-Achse ein verlässliches, stabiles und komfortables Angebot im nationalen und internationalen Verkehr sicherzustellen.

Doppelstockzüge von Bombardier

Die Lieferung der bereits bestellten 59 Doppelstockzüge für den nationalen Fernverkehr verzögert sich wie bereits im April 2012 kommuniziert um zwei Jahre. Die SBB erwartet, dass Bombardier die ersten Züge wie angekündigt per Fahrplanjahr 2016 ausliefert. Beide Unternehmen setzten alles daran, die Züge so rasch als möglich einsetzen zu können, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Langwierige Auseinandersetzungen

Die Strafzahlungen für nicht termingerechte Lieferung sind Bestandteil des Vertrags zwischen Bombardier und der SBB. In Anbetracht der Grössenordnung des Lieferverzugs und der damit verbundenen Strafzahlungen werden, wie in solchen Projekten üblich, langwierige Auseinandersetzungen erwartet, auf welche sich die SBB entsprechend vorbereitet.

Der Fernverkehr wird ohne Unterstützung der öffentlichen Hand betrieben. Sollten Forderungen der SBB nicht vollständig durchgesetzt werden können, ginge das zu Lasten des Gewinns des Fernverkehrs und würde dessen finanziellen Handlungsspielraum einschränken, so die SBB. Der Steuerzahler werde dadurch nicht direkt belastet. (SBB/MyHandicap/pg)