Individuelles reisen dank Internet und Mobile Apps

Zugpassagiere warten auf dem Perron auf den Zug. (Bild: SBB)
Das Internet und dessen mobile Nutzung erleichtern Menschen mit Behinderung die Nutzung des ÖV. (Bild: SBB)

Das Internet und vor allem dessen mobile Nutzungsmöglichkeiten mit Smartphone oder Tablet haben unseren Alltag revolutioniert. Die mobilen Alleskönner eröffnen auch Menschen mit Behinderung ganz neue Möglichkeiten und erleichtern ihnen den Alltag. Dies zeigt sich auch bei den verschiedenen digitalen Dienstleistungen der SBB.

Für viele Menschen mit einer Behinderung ist es eine grosse Erleichterung, dass sie die Tickets nicht mehr am Billet-Automaten lösen müssen. Mit ein paar Klicks auf der kostenlosen SBB Mobile App für iPhone, Android oder Windows Phone wird das Smartphone zum Ticketschalter. Man kauft das Ticket online und kann es später auf dem Smartphone oder Tablet dem Zugbegleiter vorzeigen. Wie einfach das geht, zeigt dieses Video. Alternativ dazu kann das Billet auch zu Hause im Internet unter www.sbb.ch gekauft und ausgedruckt werden.

Immer informiert

SBB Mobile ermöglicht ausserdem Fahrplan-Abfragen in Echtzeit und informiert über Verspätungen oder Gleisänderungen. Falls sich die Reisenden am Ziel nicht auskennen, zeigt ihnen die "Take me Home"-Funktionalität mit GPS Unterstützung den richtigen Weg zur gewünschten Adresse.

Suche nach der barrierefreien Verbindung

Die individuelle Reiseplanung für Menschen mit Behinderung wird auch durch neue Funktionen im SBB Online-Fahrplan erleichtert, die künftig auch in der SBB Mobile App erscheinen sollen. Wer im Online-Fahrplan der SBB eine Verbindung sucht, findet in der Detailansicht den mit einem Rollstuhlsignet ausgezeichneten Menüpunkt "Barrierefreie Verbindung". Dieser zeigt, ob bei der gewählten Zugsverbindung ein Selbstein-/-ausstieg möglich ist, eine Voranmeldung gemacht werden muss oder die Station nicht rollstuhlgängig ist und keine Einstiegs- oder Ausstiegshilfe in Anspruch genommen werden kann. Unter der Funktion «Erweiterte Suche» lassen sich für eine bestimmte Wegstrecke gezielt Verbindungen suchen, die Selbstein-/-ausstieg ermöglichen oder rollstuhlgängig sind.

Eine Frau sitzt in der Küche an ihrem Laptop. (Bild: SBB)
Tickets können ganz einfach am Computer gekauft und ausgedruckt oder auf ein Smartphone geladen werden. (Bild: SBB)

Der sprechende Fahrplan

Auch blinde und sehbehinderte Menschen können den SBB Online-Fahrplan nutzen. Dieser lässt sich nämlich nicht nur in tabellarischer Form, sondern auch als Lauftext darstellen, der auf Wunsch als Audiodatei vorgelesen wird. Der gesprochene Text lässt sich über alle gängigen Browser abrufen oder als MP3-File für mobile Endgeräte herunterladen.

Gehörlose und hörbehinderte Fahrgäste können über den "Procom SMS-Dienst" kostenlos Hilfe in Notsituationen anfordern und auch Informationen über Betriebsstörungen einholen. Dazu schicken die hörbehinderten Fahrgäste eine SMS an Procom, die den Fall abklärt und anschliessend eine Rückmeldung gibt.

SBB Call Center Handicap

Auskunft zur Zugänglichkeit von Bahnhöfen und Zügen sowie Tipps für die Auswahl der am besten geeigneten Züge erhalten Reisende auch im SBB Call Center Handicap, wo auch Hilfen für das Ein- und Aussteigen an den Stützpunktbahnhöfen bestellt werden können. Das SBB Call Center Handicap ist täglich zwischen 06.00 Uhr und 22.00 Uhr erreichbar:

  • Gratisnummer 0800 007 102 (in der Schweiz)
  • Vom Ausland +41 51 225 78 44 (kostenpflichtig)

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Text: Patrick Gunti 10/2014
Bilder: SBB

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