Das Wicki Rezept

Im Gasthof “Hirschen” in Oberkirch gehört Behinderung zum Alltag. Der mit 14 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Koch Markus Wicki hat seine beiden behinderten Brüder erfolgreich im Gastrobetrieb integriert.

Als Spitzenkoch Markus Wicki von seinen Eltern den „Hirschen“ in Oberkirch (LU) übernommen hat, war für ihn klar, dass er das Restaurant als Familienbetrieb weiterführen würde.

Er holte seine beiden Brüder Thomas und Andreas – beide haben das Down-Syndrom – aus der Behindertenwerkstatt und führte sie mit viel Geduld und Liebe und auch ein bisschen Strenge in den „normalen“ Arbeitsalltag zurück. Er förderte, schulte seine Brüder und teilte ihnen Arbeiten zu, die ihren Neigungen entsprachen. So ist Thomas ein begeisteter Gemüserüster, während Andreas virtuos Fleisch und Fisch anbrät.

Selbstwertgefühl durch Küchenarbeit

Das „Wicki-Experiment“ ist ein voller Erfolg. Die Arbeit in und rund um die Küche gibt Thomas und Andreas Halt, Rhythmus Sicherheit und vor allem Selbstwertgefühl. Markus Wicki ist heute überzeugt, dass jeder Betrieb Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung einstellen sollte.

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von Markus Huwyler für Schweizer Illustrierte – 13.12.2010