"Ich staune, was die beiden leisten"

Steven Jacob und Etienne Bélat arbeiten als Elektroplaner bei R&B Engineering in Brugg AG. Der Tetraplegiker arbeitet so präzis und schnell wie jemand ohne Handicap.

Auf dem Pult von Steven Jacob (38) stehen mehrere Bildschirme. Er zoomt mit präzisen Bewegungen in verschiedenen technischen Grafiken herum. Der Tetraplegiker braucht dazu als einziges Hilfsmittel eine Spezialmaus.

Jacob hat nach einem Motorradunfall 1991 mit Hilfe des Paraplegikerzentrums bei der R&B Engineering eine Lehrstelle gefunden, was seinem Wunsch entsprach in einer „ganz normalen Firma zu arbeiten“. Er arbeite seit 16 Jahren hier, sagt Jacob. Der Job habe ihm geholfen, ein strukturiertes Leben zu führen.

Positive Erfahrungen

Weil die Chefs von R&B Engineering mit Jacob gute Erfahrungen gemacht hatten, stellen sie auch Etienne Bélat (23) ein. Auch er verunfallte während seiner Lehre als Elektromonteur und sitzt seither im Rollstuhl. In einer geschützten Werkstätte zu arbeiten, kam für ihn nicht in Frage. „Ich wollte unter normale Leute“, sagt Bélat.

Thomas Barth, Niederlassungsleiter von R&B Engineering hat über seine beiden Mitarbeitenden nur Positives zu berichten. „Ich staune, was die beiden leisten“, sagt er. „Sie sind sehr kreativ.“

Ist es so einfach, als Rollstuhlfahrer in einem Betrieb des ersten Arbeitsmarktes zu arbeiten? „Sicher braucht es zwei, die wollen“, sagt Steven Jacob. „Doch das Einzige was ich nicht kann, ist einen schweren Ordner aus dem Gestell zu heben.“

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von Franzika Agosti für Blick / Blick am Abend  – 16.12.2010