„Abilities“ wichtiger als „Disabilities“

Portait Jeff Lichon mit Zahnrad seines Handbikes
Für Jeff Lichons Mitarbeiter zählt seine Person und nicht seine Behinderung (Foto: Dow)

Mit verschiedenen Mitarbeiternetzwerken setzt sich Dow dafür ein, dass alle Dow-Angestellten ungehindert ihren Beitrag leisten können. Das Disability Employee Network, kurz DEN, ist eines davon.

Jeff Lichon arbeitet an seinem Geburtsort Michigan, USA, im Hauptsitz von Dow als Projektspezialist im Public Affairs Development Program. Damit Jeff, der im Rollstuhl sitzt, seine Fähigkeiten voll ausschöpfen kann, hat man in den Gebäuden für Rollstuhlzugänglichkeit gesorgt. Auch sein Arbeitsplatz ist so angepasst, dass Jeff bequem daran arbeiten kann. In seinem Arbeitsumfeld ist er voll integriert und wird von seinen Kollegen geschätzt.

Vorbildliche Anstellungsstrategie

Für Dow spielte auch die Behinderung von Thomas Christen (Zerebralparese) keine Rolle für seine Anstellung als Business Development Analyst bei Dow. Er hat sich für diese Stelle entschieden, weil Dow sich nach dem ersten Bewerbungsgespräch bei ihm erkundigt hatte, welche Anpassungen ihn bei der Arbeit unterstützen könnten. Seinen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderung bei Dow Chemicals leistet Thomas Christen als Vorstand des Disability Employee Networks, kurz DEN, in Horgen, Zürich.

Hindernisse werden beseitigt

Bei den monatlichen Treffen von DEN werden verschiedene Punkte um das Thema Behinderung besprochen und angegangen. So hat man zum Beispiel den Evakuierungsplan angepasst. Dank einer neuen, internen Notrufnummer kann jetzt direkt Hilfe für die Evakuierung von behinderten Personen angefordert werden. Zudem wurden die Hausmeister speziell dafür geschult.

Ein weisser und ein dunkelhäutiger Mensch gehen lachend nebeneinander
Vielfalt bietet neue Möglichkeiten in Kreativität und Erfolg (Foto: Dow)

Für sein aussergewöhnliches Engagement für Menschen mit Behinderung hat Dow dieses Jahr sogar den Disability Matters Award 2010 erhalten.

Von der Diversität profitieren

DEN ist nur eines von sechs Mitarbeiternetzwerken. Nebst dem Netzwerk für Mitarbeiter mit einer Behinderung gibt es auch das Frauennetzwerk Women’s Innovation Network (WIN), das African-American Network (AAN), das Asian Diversity Network (ADN), das Gays, Lesbians and Allies at Dow (GLAD) sowie das Hispanic Latin Network (HLN).

Warum ist es für Dow überhaupt so wichtig, so viele verschiedene Ethnien, Behinderungen etc. unter seinen Angestellten vertreten zu haben? John Carton, Global Supply Chain Director und Berater bei DEN Global, verweist auf einen wichtigen Aspekt: „Diversität bedeutet Kreativität. Dieses ohnehin vorhandene Potential muss man nutzen.“

Weiter Operationsfokus

DEN kümmert sich jedoch nicht nur um die Integration seiner eigenen Mitarbeiter, sondern auch darum, dass das Thema „Behinderung“ bei den Angestellten von Dow bekannt wird. Mehr noch, sagt Thomas Christen: “DEN existiert, um Barrieren zu beseitigen, physische Barrieren sowie solche, die aufgrund falscher Vorstellungen entstehen.“

Männer und Frauen verschiedener Ethnien sitzen arbeiten an einem Tisch (Vogelperspektive)
Bei Dow sieht man Vielfalt als kreative Ressource und nicht als Problem (Foto: Dow)

So würden aus einer Behinderung eine Möglichkeit geschaffen. „Wenn Dow (mithilfe von DEN) die Barrieren beseitigen kann, dann können wir auch die Behinderung reduzieren oder sogar ganz beseitigen“, so Christen.

Auf regionaler Basis wurde letztes Jahr vor Weihnachten zusammen mit den beiden ortsansässigen Organisationen Insieme und Humanitas ein Basar durchgeführt. „Wir haben diese beiden Organisationen ausgewählt, weil sie praktisch unsere Nachbarn sind. Andere Organisationen sind aber natürlich auch willkommen“, erklärt Thomas Christen. Auch für dieses Jahr ist wieder ein ähnlicher Event geplant.

Auch auf internationaler Basis und ausserhalb der eigenen vier Wände unterstützt Dow Menschen mit Behinderung. So ist Dow offizieller Partner der Olympischen Spiele und fördert die Paralymics.

DEN sieht diese Anlässe als Möglichkeit, andere Organisationen zu unterstützen und gleichzeitig bei den Dow Mitarbeitern das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderung zu fördern.

Ein weiteres Projekt hat Dow auch mit MyHandicap lanciert. Mit Hilfe eines Workshops wollen wir Stellensuchenden helfen, sich optimal und mit Hinblick auf ihre Behinderung auf den Bewerbungsprozess vorzubereiten. Mehr Informationen zum Workshop finden Sie hier.

Text: MPL - 08/2010

Bilder: Dow

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