Das Anschreiben

Anschreiben sind besser nicht handgeschrieben! (Rainer Sturm/pixelio.de)
Anschreiben sind besser nicht handgeschrieben! (Rainer Sturm/pixelio.de)

Das Anschreiben ist Ihre „Visitenkarte“, mit der Sie sich dem Unternehmen vorstellen. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihre „persönliche Note“ einbringen und sich dennoch an die gängige Form eines guten Bewerbungsbriefes halten.

Betrachten wir zunächst die richtige Form:

  • Ein gutes Bewerbungsschreiben hat nur eine Seite.
  • Achten Sie auf eine korrekte Formatierung. Halten Sie die richtige Absatzschaltung ein, schreiben Sie nicht gemischt z. B. in Blocksatz und linksbündig, usw.
  • Beschränken Sie sich auf eine gut lesbare Schriftart, z. B. Arial in Grösse 10 oder 11. Unterlassen Sie Spielereien mit verschiedenen Schriften, Fettdruck, Unterstreichungen im Text oder gar Schnörkelschrift und verschiedene Farben.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler sind ein absolutes „No Go“. Vorsicht! Alle Fehler lassen sich auch durch die Rechtschreibprüfung in Word nicht finden. Besser also, das Schreiben noch mal von jemandem Korrektur lesen zu lassen.

Ihre persönliche Note:

Es gibt sehr viele Bücher mit Vorlagen für Bewerbungsanschreiben, und auch das Internet ist voll mit guten Tipps rund um das Anschreiben. Nehmen Sie sich diese Tipps zur Hilfe, aber gestalten Sie trotzdem Ihr eigenes Anschreiben, welches Sie als Person widerspiegelt. Vermeiden Sie es, irgendwelche Sätze oder wohl formulierte Floskeln abzuschreiben, wenn diese nicht zu Ihnen passen.

Stellen Sie sich vor, Sie wären der Personalchef, der all die eingehenden Bewerbungen liest und jeder Bewerber schreibt das Gleiche. Würden Sie dann der einzelnen Bewerbung noch genügend Aufmerksamkeit schenken? Am Anfang vielleicht, aber wie sieht es nach der 10. oder 20. Bewerbung aus mit immer den gleichen oder ähnlichen, altbekannten Sätzen in den Bewerbungsschreiben?

Bringen Sie Ihre Motivation zum Ausdruck, indem Sie erklären, warum Sie ausgerechnet für dieses Unternehmen arbeiten wollen (natürlich haben Sie sich vorher über das Unternehmen erkundigt) und zeigen Sie am Besten anhand eines kurzen Beispiels auf, warum gerade Sie der/die richtige Kandidat/in für die ausgeschriebene Stelle sind. Auch das fällt Ihnen leicht, denn Sie haben vorher die Stellenofferte genau studiert und mit Ihrem Profil abgeglichen.

Was tun, wenn Sie unsicher sind und Ihnen vielleicht die Übung für ein gutes Bewerbungsschreiben fehlt?

Lassen Sie sich helfen. Von einem Freund, einem Berater, einem Menschen Ihres Vertrauens. ABER: Verfassen und schreiben Sie Ihren Bewerbungsbrief und auch Ihren Lebenslauf selbst, und bringen Sie Ihre eigenen Worte mit ein, auch wenn es vielleicht gerade am Anfang noch schwer fällt.

  • Stellen Sie sich wieder vor, Sie wären der „Andere“, also der, der Ihre Bewerbung liest und Sie daraufhin eventuell zum Vorstellungsgespräch einlädt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird der Gesprächspartner bemerken, dass es sich gar nicht wirklich um den Menschen handelt, der sich in den Unterlagen präsentiert hat.
  • Möglicherweise wird genau Ihr Typ gesucht. Nur, Sie haben sich leider nicht wirklich in Ihren Unterlagen präsentiert, weil jemand anders für Sie der Ghostwriter war. Dann werden Sie gar keine Einladung zu einem persönlichen Gespräch erhalten, weil Sie sich als jemand völlig anderes präsentieren als Sie wirklich sind.

Checkliste für einen gelungenen Bewerbungsbrief:

1.) Ist mein Brief individuell?

  • richtige Firmenanschrift
  • persönliche Anrede
  • Bezugnahme auf die offerierte Stelle
  • Eingehen auf die Aufgaben und geforderten Kriterien

2.) Macht mein Anschreiben einen stimmigen Eindru

  • einheitliche Sprache
  • logische Gedankengänge
  • klare Argumentation

3.) Komme ich schnell genug auf den Punkt?

  • Bewerbungsbrief nicht länger als eine Seite
  • klare Sprache
  • keine gestelzten Formulierungen
  • mit meinen eigenen Worten geschrieben

4.) Zeige ich, dass ich verstanden habe, worauf es bei der Stelle ankommt?

  • Erkennen der Anforderungen
  • Beweis meiner Qualifikation, eventuell mit Beispielen unterlegt

5.) Bringe ich mich und meine Motivation zum Ausdruck?

  • Zeige ich auf, dass ich bereits etwas über das Unternehmen weiss, was über die reine Stellenofferte hinausgeht?
  • Sage ich etwas über meine Person und meine Werte aus?

 

Text: Tanja Lachmayr

Foto: pixelio.de

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