Praktische Gehhilfen sichern Mobilität

Ein Rollator steht vor einer Hauswand (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)
Ein Rollator ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)

Vom Rollator über den Gehstock bis zum Gehwagen - Hilfsmittel für dauernd oder vorübergehend gehbehinderte Menschen gibt es viele. Ihr gemeinsames Ziel ist es, der betroffenen Person eine eigenständige Fortbewegung zu ermöglichen. Nicht jede Gehhilfe ist aber für jeden Menschen geeignet.

Fahrbare Gehhilfen in der Form von Rollatoren sind im Alltag auf der Strasse oder im Einkaufszentrum immer öfters zu beobachten. Sie dienen Menschen mit einer Behinderung oder älteren Menschen mit nachlassenden Körperkräften als eine sichere und standfeste Stütze beim Aufstehen und Laufen und ermöglichen ihnen eine sichere Art der Mobilität. Rollatoren sind vielseitig einsetzbar. So kann man sich auf ihrer Sitzfläche im Bedarfsfall ausruhen oder auf dem Tablett können Waren transportiert werden. Rollatoren sind robust gebaut, weisen grosse Räder auf und sind ausserdem individuell einstell- und zusammenklappbar.

Beweglichere Dreiräder

Delta-Gehräder oder Dreirad-Gehräder für den Aussen- und Innenbereich sind mit ihren Aufstandspunkten in Dreieck-Form zwar etwas weniger stabil, dafür aber beweglicher. Die gleichen Ziele wie Rollator oder Delta-Gehräder erfüllen Gehwagen, sie sind jedoch eher für den Innenbereich konzipiert. Gegenüber den Rollatoren sind sie meistens mit kleineren Rädern ausgestattet. Gehwagen können je nach Bedarf mit speziell orthopädisch angefertigten Armstützen ausgestattet sein.

Stahl, Aluminium oder Holz

Robust gefertigt sind Rollatoren und Gehwagen meistens aus Stahlrohr oder Aluminium, für den Innenbereich sind auch Holz-Modelle erhältlich. Weiter unterscheiden sich die verschiedenen Modelle in der Ausführung von Korb, Tablett oder Sitzbank. Neue Modelle verfügen alle über ergonomisch geformte Schiebegriffe, einfache Höhenveränderung, Sicherheitsbremsen und lassen sich meistens zusammenfalten.

Der Gehwagen ohne Räder

Gehgestelle oder Gehrahmen sind eigentlich nichts anderes als Gehwagen ohne Räder. Die Stützgestelle mit vier Auflageflächen werden bei jedem Schritt leicht angehoben und um eine Schrittweite nach vorne versetzt. Gehgestelle sind meistens faltbar und damit platzsparend zu verstauen. Die Höhe des Gestells lässt sich an die Körpergrösse des Patienten anpassen.

Gehstöcke und Gehstützen

In den Bereich der Gehhilfen sind ebenso eine grosse Anzahl von Krücken oder Hand- und Gehstöcken zu zählen. Vom zusammenlegbaren Gehstock, über den Gehstock mit Schirmhalterung bis hin zum Modell mit Sitzmöglichkeit ist heute sehr viel Hilfreiches erhältlich. Wenn der Benutzer einen sichereren Halt benötigt, ist ihm mit einer Vierfuss-Gehhilfe gedient.

Welche Form von Gehhilfe letztlich gewählt wird, ist immer abhängig von Art und Grad der Beeinträchtigung der Fähigkeit, sich eigenständig fortzubewegen. Alle Modelle sichern den Betroffenen in erster Linie ein gewisses Mass an Mobilität, und helfen damit, ein natürliches Bedürfnis eines jeden Menschen zu befriedigen.

Text: pg 09/2007 - MyH

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