Trizyklische und Tetrazyklische Antidepressiva (TZA)

Trizyklische und tetrazyklische Antidepressiva sind ältere Medikamente zur Behandlung von Depressionen.

In den fünfziger Jahren war Imipramin das erste Medikament, das bei Depressionen eingesetzt wurde. Ihr Name leitet sich von ihrer chemischen Struktur ab, da das Molekül aus drei/vier Ringen besteht. Die antidepressive Wirkung dieser Präparate beruht darauf, dass sie die Wiederaufnahme von Serotonin und/oder Noradrenalin hemmen – sie beeinflussen aber auch andere Neurotransmitter.

Trizyklika und Tetrazyklika haben folglich eine sehr breite Wirkungsweise, allerdings auch viele unerwünschte Wirkungen. Am Anfang der Therapie werden die Erkrankten oft sehr müde und sind in ihrer geistigen und körperlichen Aktivität sehr eingeschränkt. Ihre Anwendung ist in den letzten Jahren aufgrund der vielfachen Nebenwirkungen stark zurückgegangen. Inzwischen gibt es jedoch neuere TZA, die weniger oder auch andere Nebeneffekte haben. Tetrazyklische Antidepressiva wirken ähnlich der trizyklischen, sind antriebssteigernder, aber die eigentliche Wirkung ist dafür geringer.

Wirkstoffe: Amitriptylin, Clomipramin, Doxepin, Imipramin, Nortriptylin, Trimipramin

Text: Helga Grafe 12/2015

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