Spastik bei MS

Spastik bei MS

Ein typisches Symptom der Multiplen Sklerose ist die Spastik. Damit bezeichnet man  eine erhöhte Muskelspannung und damit verbundene schmerzhafte Verkrampfungen der Muskulatur (Spasmen). Spastik kann den Alltag und das Wohlbefinden von MS-Patienten empfindlich beeinträchtigen. Was lässt sich dagegen tun? 

Mehr als 30 Prozent aller an MS erkrankten Menschen leiden unter einer schweren Spastik, weitaus mehr sind von einer leichten Form betroffen. Damit gehört die Spastik zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Multiplen Sklerose. Die Ausprägung reicht von Beeinträchtigungen der Muskelkraft und Feinmotorik bis hin zur kompletten Lähmung.

Spastik bei MS – Auswirkungen 

Die Spastik kann verschiedenste Körperfunktionen beeinträchtigen und Folgeerkrankungen auslösen. Möglich sind beispielsweise Atemwegsinfektionen, wenn die Patienten aufgrund der erhöhten Muskelspannung nicht mehr richtig durchatmen können. Schluckbeschwerden und Sprachstörungen können oft die Folge von Spastik im Bereich der Gesichts- und Rachenmuskulatur.  

Spastik bei MS – Behandlung 

Die erhöhte Muskelspannung tritt in der Regel nicht dauerhaft auf, sondern schubweise. Ausgelöst oder verstärkt werden kann die Spastik etwa durch eine volle Blase, Verdauungsstörungen, Schmerzen oder auch einen schlecht angepassten Rollstuhl. 

Um das Auftreten der Spastik zu verhindern, sollten Sie diese Auslöser kennen und vermeiden. Darüber hinaus lässt sich die Spastik gut mit einer Kombination aus Physiotherapie und Medikamenten behandeln. Auch Sie selbst können etwas dagegen tun. Regelmässiges Training, etwa auf dem Laufband oder Fahrrad fahren, bewegt die Muskeln und senkt deren Spannung. Ergänzend können Sie Dehnungsübungen machen, um die Muskulatur zu lockern, zu entspannen und so der Spastik entgegenzuwirken. 

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