Multiple Sklerose – Diagnose und Verlauf

Bilder von einem Kernspintomografen  (Rike/pixelio.de)
Mittels einer Kernspintomografie können minimale Veränderungen in Gehirn und Rückenmark sichtbar gemacht werden. (Rike/pixelio.de)

Zur Feststellung einer Multiple Sklerose-Erkrankung werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Liegt eine entsprechende MS-Diagnose vor, müssen die Betroffenen lernen, mit Unsicherheiten bezüglich des Krankheitsverlaufes zu leben.

Vor der Ära der bildgebenden Verfahren wie der Kernspintomografie wurde die Diagnose der Multiplen Sklerose vor allem auf die klinische Einschätzung von Symptomen und Anamnese gestützt. Auch heute gibt es nicht einen einzigen Test, der MS nachweisen kann.

MRI als Standarduntersuchung bei MS-Verdacht

Zur Erstellung einer Diagnose werden entsprechend verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dabei werden auch die Schilderung der Symptome sowie die Resultate der körperlichen Untersuchung und technische Zusatzuntersuchungen einbezogen. Die Kernspintomografie (MRI) zählt zu den Standarduntersuchungen bei Verdacht auf MS. Mit ihr können minimale Veränderungen in Gehirn und Rückenmark, die durch Entzündungen verursacht wurden, sichtbar gemacht werden.

Um den Verdacht einer MS-Diagnose zu bestätigen, veranlassen Neurologen allenfalls eine Untersuchung der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Für die sogenannte Liquoranalyse wird dieser Liquor im unteren Bereich der Wirbelsäule mit einer feinen Nadel entnommen. Dieses Verfahren nennt sich Lumbalpunktion. Bei MS-Patienten weist diese Flüssigkeit Veränderungen auf, die auf Entzündungsvorgänge im Zentralen Nervensystem deuten und andere Krankheiten wie Borreliose ausschliessen.

Multiple Sklerose von anderen Erkrankungen abgrenzen

Die Differenzialdiagnose, also die Abgrenzung der Multiplen Sklerose gegenüber anderen Krankheitsbildern, umfasst eine Vielzahl von Erkrankungen. Neben Infektionskrankheiten müssen auch andere chronisch-entzündliche Krankheiten ausgeschlossen werden. Auch andere entzündlich-demyelinisierende Erkrankungen sind zu bedenken. Krankheiten des Stoffwechsels können ebenso zu ähnlichen Symptomen und insbesondere bildgebenden Befunden wie bei der Multiplen Sklerose führen.

Der Verlauf der Multiplen Sklerose

Die Multiple Sklerose hat unterschiedliche Verlaufsformen. Wichtig für das Verständnis der Erkrankung und der Verlaufsformen sind die MS-Schübe, denn nur etwa 10 Prozent der MS-Patienten haben von Anfang an keine klar abgrenzbaren Schübe, sondern langsam zunehmende Beschwerden.

Ein Schub ist definiert als das Auftreten neuer oder das Wiederaufflammen bereits bekannter klinischer Symptome, die länger als 24 Stunden anhalten und denen eine entzündlich-entmarkende Schädigung des Zentralen Nervensystems zugrunde liegt.

Diese akuten Phasen mit neuen oder zunehmenden Symptomen verschwinden nach Tagen bis Monaten teilweise oder vollständig wieder. Zwischen den Schüben scheint die Krankheit ruhig zu sein, ohne Zunahme der Beschwerden.

Bei etwa der Hälfte der Betroffenen geht der schubförmige Verlauf nach mehreren Jahren in ein weiteres Stadium über: In der fortschreitenden MS-Form findet auch zwischen den Schüben eine langsam zunehmende Verschlechterung statt.

Unsicherer Verlauf

Die Diagnose Multiple Sklerose bedeutet für die Betroffenen, mit Unsicherheiten leben zu lernen. Denn der langfristige individuelle Krankheitsverlauf kann nicht genau vorausgesagt werden. Längerfristig hat etwa jeder fünfte MS-Betroffene einen milden Verlauf, also kaum Einschränkungen auch nach 10 Jahren Krankheit. Drei Viertel der MS-Betroffenen sind auch nach langer Krankheit in der Lage, ihr Leben selbstständig und weitgehend ohne Hilfsmittel zu führen.

Multiple Sklerose ist keine tödliche Krankheit

Die Angst, an Multipler Sklerose zu sterben, stammt aus Zeiten, als die Folgen von Invalidität und Behinderung nicht gut behandelt werden konnten. Heute aber führt die Multiple Sklerose kaum zu einer Verkürzung der Lebensdauer. Für die Patienten muss es deshalb in erster Linie darum gehen, die Lebensqualität, und nicht die Lebensdauer möglichst lange zu erhalten.

Der Verlauf der Multiplen Sklerose

Die Multiple Sklerose hat unterschiedliche Verlaufsformen. Wichtig für das Verständnis der Erkrankung und der Verlaufsformen sind die MS-Schübe, denn nur etwa 10 Prozent der MS-Patienten haben von Anfang an keine klar abgrenzbaren Schübe, sondern langsam zunehmende Beschwerden. Ein Schub ist definiert als das Auftreten neuer oder das Wiederaufflammen bereits bekannter klinischer Symptome, die länger als 24 Stunden anhalten und denen eine entzündlich-entmarkende Schädigung des Zentralen Nervensystems zugrunde liegt.

Diese akuten Phasen mit neuen oder zunehmenden Symptomen verschwinden nach Tagen bis Monaten teilweise oder vollständig wieder. Zwischen den Schüben scheint die Krankheit ruhig zu sein, ohne Zunahme der Beschwerden. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen geht der schubförmige Verlauf nach mehreren Jahren in ein weiteres Stadium über: In der fortschreitenden MS-Form findet auch zwischen den Schüben eine langsam zunehmende Verschlechterung statt.

Unsicherer Verlauf

Die Diagnose Multiple Sklerose bedeutet für die Betroffenen, mit Unsicherheiten leben zu lernen. Denn der langfristige individuelle Krankheitsverlauf kann nicht genau vorausgesagt werden. Längerfristig hat etwa jeder fünfte MS-Betroffene einen milden Verlauf, also kaum Einschränkungen auch nach 10 Jahren Krankheit. Drei Viertel der MS-Betroffenen sind auch nach langer Krankheit in der Lage, ihr Leben selbstständig und weitgehend ohne Hilfsmittel zu führen.

Multiple Sklerose ist keine tödliche Krankheit

Die Angst, an Multipler Sklerose zu sterben, stammt aus Zeiten, als die Folgen von Invalidität und Behinderung nicht gut behandelt werden konnten. Heute aber führt die Multiple Sklerose kaum zu einer Verkürzung der Lebensdauer. Für die Patienten muss es deshalb in erster Linie darum gehen, die Lebensqualität, und nicht die Lebensdauer möglichst lange zu erhalten.

Text: Patrick Gunti / Schweizerische MS-Gesellschaft
Foto: pixelio.de

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