Morbus Parkinson

Mikado-Spiel (Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de)
Zittern ist ein Symptom der Parkinson-Krankheit. (Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de)

Begriffsbestimmung: Degenerative Erkrankung des Zentralen Nervensystems

In der Schweiz leben über 15'000 Personen mit Parkinson, einer neurodegenerativen Erkrankung, die Einschränkung, Behinderung und im schlimmsten Fall Pflegebedürftigkeit bedeutet.

Von Parkinson betroffen sind vor allem Menschen ab 50 Jahren. Es wird jedoch beobachtet, dass auch immer mehr unter 40-Jährige an Parkinson erkranken.

Das Parkinson Syndrom hat aber keine eingeschränkte Lebenserwartung zur Folge. Mit der richtigen Therapie bei Parkinson kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden.

Ursache: Mangel an Dopamin

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der eine kleine Gruppe von Zellen im zentralen Nervensystem - vor allem im Gehirn - abstirbt. Diese Zellen sind für die Produktion des chemischen Stoffes Dopamin zuständig. Dopamin ist ein Botenstoff (Neurotransmitter) und erforderlich für die Kontrolle von Körperbewegungen.

Ein Mangel an Dopamin führt zu äusserst unangenehmen Symptomen wie Zittern, Schwierigkeiten beim Sprechen und Muskelsteifheit in Armen und Beinen. Weshalb bei der Parkinson-Krankheit Zellen absterben, ist derzeit noch unbekannt.

Die Krankheitssymptome entwickeln sich schleichend und lassen sich in ihrem Anfangsstadium kaum erkennen. Es kann Jahre nach dem Ausbruch der Krankheit dauern, bis sich die Symptome deutlich erkennbar zeigen.

Die Symptome äussern sich in steifen Extremitäten oder einem steifen Nacken, ein Zittern der Gliedmassen in Ruhestellung (Tremor), langsame Bewegungsabläufe, gekrümmte Körperhaltung und Gleichgewichtsstörungen. Sekundäre Parkinson-Symptome sind beispielsweise Senilität, Sprachschwierigkeiten, emotionale Instabilität, Gedächtnisverlust, Schlaflosigkeit oder niedriger Blutdruck.

Behandlung und Therapie: Nur symptomatisch möglich 

Die Parkinson-Krankheit bis jetzt noch nicht heilbar, da die Ursache für den fortschreitenden Untergang von Nervenzellen im zentralen Nervensystem (vor allem im Gehirn) bisher nicht gefunden worden ist. Bei der Behandlung liegen daher die Verringerung der Symptome und die Linderung der Beschwerden im Vordergrund. Es gibt auch kein Medikament, das das Fortschreiten der Krankheit aufhalten kann. Nebst einer Kombination aus verschiedenen Medikamenten kann genügend Bewegung und eine gesunde Ernährung ebenfalls zur Linderung beitragen.

Schwerbehinderung: Betroffene gelten als chronisch krank

Je nach Verlaufsform der Krankheit kann es von einer minimalen bis hin zu einer starken Behinderung im privaten wie auch im beruflichen Alltag kommen. Je nach privaten und beruflichen Auswirkungen können betroffene Leistungen der IV beziehen.

Text: M. Plattner - 07/2012
Bilder: pixelio.de