Hoher Blutdruck: schmerzlos, aber hochgefährlich

Messgerät für Bluthochdruck
Regelmässige Kontrolle ist unerlässlich im Kampf gegen Hypertonie.

Bluthochdruck ist ein wichtiger Risiko faktor für schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Hirnschlag, Niereninsuffizienz oder periphere arterielle Verschlusskrankheit. Darum ist es wichtig, seinen Blutdruck zu kennen und eine allfällige Hypertonie so früh wie möglich zu behandeln.

In der Schweiz sind etwa 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung von Bluthochdruck (Ärzte sagen Hypertonie) betroffen. Rund die Hälfte dieser Gruppe ahnt nichts davon. Und von jenen, die über ihren hohen Blutdruck Bescheid wissen, ist nur gerade mal die Hälfte in Behandlung – und wiederum etwa 50 Prozent davon ist auch wirklich gut behandelt.

Frühe Kontrolle wichtig

Kardiologen sind sich einig: Ab dem 20. Altersjahr sollte man seinen Blutdruck kennen. Ist er normal, ist alle fünf Jahre eine Kontrollmessung angezeigt. Die statistische Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck in Prozent entspricht in etwa dem Alter in Jahren. Also: Ungefähr die Hälfte der 50-Jährigen und ca. 80 Prozent der 80-Jährigen sind von Hypertonie betroffen. Bei jungen Leuten stimmt diese Faustregel nicht ganz, dort liegen die Werte tiefer. Allerdings: Bei einem hohen familiären Risiko, etwa wenn der Vater früh unter Bluthochdruck litt oder bereits um 40 herum einen Herzinfarkt hatte, ist es nötig, Blutdruck und Cholesterinspiegel der Nachkommen schon in der Jugend zu bestimmen und nicht wie sonst üblich erst in der fünften Lebensdekade.

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Meist keine Symptome

Eine der grossen Tücken von Hypertonie ist, dass man sie nicht bemerkt. Die meisten Hypertoniker haben überhaupt keine Symptome – und wenn, dann unspezifische, z.B. Kopfschmerzen. Darum gilt: Wenn Sie wissen wollen, wie es um Ihren Blutdruck steht, dann müssen Sie ihn messen. Dafür muss man heutzutage nicht einmal mehr zum Arzt: Nach entsprechender Instruktion lässt sich der Blutdruck problemlos mithilfe eines geeigneten Geräts zu Hause bestimmen. Er sollte daheim unter 135/85 liegen, beim Arzt unter 140/90. Stellt der Arzt in der Praxis einen hohen Blutdruck fest,
fordert er den Patienten auf, zu Hause selber zu messen. Auf diese Weise lässt sich ausschliessen, dass ein zu hoher Wert auf die sogenannte «Weisskittel-Hypertonie» zurückzuführen ist, einen Lampenfieber-Effekt, der bei der Messung durch medizinisches Personal entstehen kann.

Risikofaktoren für Bluthochdruck

Gesunder Lebensstil

Welches Medikament bei welchem Patienten gegen die Hypertonie am besten hilft, ist sehr individuell und lässt sich nicht voraussagen. Die Suche nach dem idealen Medikament ist darum oft ein Prozess des Probierens. Wichtig: Nicht nur Medikamente helfen gegen Hypertonie, auch ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung, gesunder Ernährung und Vermeidung von Stress kann viel zur Senkung des Blutdrucks beitragen – allerdings nur, wenn man dabei sehr konsequent ist.

Wichtig ist auf alle Fälle was gegen Hypertonie zu unternehmen, denn die Folgeschäden durch Hypertonie können fatale Folge haben.

Text: Medical Tribune public / MyHandicap

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