Fachexperte Schweizerische Diabetes-Gesellschaft

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Die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft fungiert als Dachverband für regionale Gesellschaften (Foto: SDG)

Die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft (SDG) wurde 1957 gegründet mit dem Ziel, die Lage der Diabetikerinnen und Diabetiker in der Schweiz zu verbessern. Dazu ist die SDG auch Fachexperte bei MyHandicap geworden.

Diabetes, oder im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine Krankheit, die bei den Betroffenen viele Fragen aufwirft. Was bedeutet das für meine Ernährung? Wie wirkt sich Diabetes auf mein Berufsleben aus, wie auf mein Liebesleben?

Hilfe bei Diabetes

Damit solche und weitere Fragen geklärt werden können, gibt es die Schweizerische Diabetes-Gesellschaft, die Betroffene, Organisationen und Fachleute miteinander verknüpft. 19 regionale und kantonale Diabetes-Gesellschaften vereinen sich im Dachverband SDG. Auch die Fachverbände der ärztlichen und nicht-ärztlichen Fachpersonen (Schweizerische Gesellschaft der Endokrinologen und Diabetologen), die zusammen die gesamte Schweiz abdecken, sind in der SDG vertreten. Insgesamt sind in den 19 Diabetes-Gesellschaften rund 25000 Mitglieder organisiert — darunter auch Nicht-Betroffene, Angehörige und Fachpersonen.

Auf der Website der SDG werden die wichtigsten Informationen gesammelt und in übersichtlicher Form dargestellt. „Ich konnte hier mehr Antworten finden als mir mein Hausarzt in zahlreichen Sitzungen geben konnte“, bestätigt eine Betroffene gegenüber MyHandicap. Da Diabetes fast alle Lebenssituationen der Betroffenen beeinflusst, ist es für Allgemeinärzte teils schwierig, alle Fragen zu beantworten.

Fachberater und Peer-to-Peer

Deshalb sind für Diabetiker und Diabetikerinnen die Fachpersonen der regionalen Gesellschaften eine wichtige Anlaufstelle, nebst dem Arzt, der für die Diagnose und die Festlegung der Therapie zuständig ist.

Die Diabetesfach-, Ernährungs- und Sozialarbeiter verstehen Anliegen der Betroffenen und setzen sich für deren Belange ein. Sie helfen ihnen und ihren Angehörigen, mit der Diagnose Diabetes im Alltag zurechtzukommen. Sie begleiten sie Schritt um Schritt mit medizinischen Schulungen und psychosozialen Beratungen.

Diabetespatienten treffen aufeinander und können sich in verschiedenen Erfahrungsgruppen austauschen. Doch die Diagnose soll nicht immer nur der Mittelpunkt sein. Deshalb werden zahlreiche Aktivitäten für Diabetesbetroffene – wie Wanderungen, Ausflüge, Sportgruppen, Kochkurse und vieles mehr angeboten. Abwechslung erleichtert den Betroffenen das Kennenlernen von Gleichgesinnten und lässt sie von deren Tipps profitieren.

Zucker, in den eine Blume gezeichnet ist
Wenn Zucker Ihr Leben bestimmt... (Knispeline / pixelio.de)

Auch die Kleinen kommen nicht zu kurz

Und auch für die kleinen Diabetespatienten besteht ein vielfältiges Angebot. Schweizweit werden sechs Sommerlager und ein deutschsprachiges Skilager angeboten, in denen diabetische Kinder von Lagerleitern, Ärzten, Krankenpflegern und Diätköchen betreut werden.

Die Kinder erfahren spielerisch, dass sie mit ihrer Krankheit nicht alleine sind, und dass sie mit etwas Übung im Umgang mit ihrem Körper ein normales Leben führen können. Sie erhalten praktische Diabetesinstruktionen, sammeln Tipps von älteren erfahrenen Diabetikern und üben sich in Selbständigkeit.

Fragen zu Diabetes?

Um noch mehr Betroffenen und am Thema Interessierte zu erreichen, beantwortet die SDG als Fachexperte in unserem Forum Fragen rund um das Thema Diabetes.

Weitere Informationen über die SDG und die lokalen Gesellschaften finden Sie in der Linkliste unten.


Text: SDG / M. Plattner

Bilder: pixelio.de / SDG
 

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