Diabetes: Massnahmen dagegen

Zwei Jogger in einem Park. (Bild: Hartmut910/pixelio.de)
Mit viel Bewegung kann Diabetes unter Umständen in Schach gehalten werden. (Bild: Hartmut910/pixelio.de)

Mit der richtigen Therapie- und Behandlungsform können Diabetiker eine hohe Lebensqualität bewahren.

Therapiemöglichkeiten 

Noch in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hatte der Diabetes-Typ-2 den Beinamen „Altersdiabetes“, weil er in der Regel erst im höheren Lebensalter auftrat. Heute wird der Diabetes Typ 2 auch bei immer mehr jüngeren und vor allem auch übergewichtigen Menschen diagnostiziert. Typ-2-Diabetes wird begünstigt durch Erbfaktoren, Übergewicht und Bewegungsmangel.

Es ist unbestritten, dass sich das Risiko erhöht, wenn neben der erblichen Veranlagung weitere Risikofaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel vorliegen. Je nach Schwere der Erkrankung kann sie entsprechend auch mit gesunder und typgerechter Ernährung und körperlicher Betätigung in Schach gehalten werden. Genügt dies nicht, kommt die medikamentöse Behandlung hinzu, sei es in Form von Tabletten oder mit einer Insulintherapie.

Umfassende Betreuung notwendig

Unabhängig davon, ob man an Diabetes Typ 1 oder Typ 2 erkrankt, sollte man sich auf jeden Fall umfassend beraten und betreuen lassen. Die Betreuung beinhaltet Ernährungsberatung, eine Anleitung zu Blutzuckerselbstkontrollen, regelmässige ärztliche Kontrollen, Fusspflege-Instruktion und eine regelmässige Schulung. Die nachhaltige Umstellung der Lebensgewohnheiten durch eine gesund Ernährung und regelmässige Bewegung wird durch eine fachkompetente Begleitung begünstigt. Ziel muss eine erfolgreiche, alltagstaugliche Verhaltensänderung in kleinen Schritten über längere Zeit sein.

Eine hohe Lebensqualität soll erhalten bleiben, Folgeerkrankungen sollen verhindert werden. Denn zuckerkranke Menschen erleiden viel häufiger schwere Erkrankungen. Die Folgen können vielfältig sein, zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall, Augenerkrankungen mit Erblindungsfolge, Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen, Durchblutungsstörungen in den Beinen und der gefürchtete diabetische Fuss. Sind bereits Folgeschäden aufgetreten, müssen sie behandelt und ein weiteres Fortschreiten verhindert werden.

Die erwähnte Umstellung der Lebensgewohnheiten ist nicht nur beim Nachweis einer Diabetes-Erkrankung angezeigt, sondern ist gleichzeitig auch die beste Prävention. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung senkt das Risiko, an Diabetes zu erkranken, massiv.

Austausch mit anderen Diabetikern

Ähnlich verbreitet wie die Erkrankung selbst ist das Selbsthilfeangebot. Falls Sie den Austausch mit Betroffenen suchen, können Sie sich in unserem Gesundheits-Forum Diabetes-spezifische Fragen stellen. Hier erhalten Sie Antworten von Betroffenen und Fachexperten. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen hierbei weiterhelfen können.


Text: Patrick Gunti, Simon Müller - 2011 upd. 02/2015

Bild: pixelio.de

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