25 Jahre im Einsatz für Demenzkranke

: Eine Mitarbeiterin der Alzheimervereinigung informiert zwei Damen am Informationsstand. (Foto: ALZ)
Die Alzheimervereinigung ist mit ihrem InfoMobil 2013 an rund 65 Orten in 25 Kantonen präsent. (Foto: ALZ)

Die Schweizerische Alzheimervereinigung feiert Geburtstag: Seit 25 Jahren sensibilisiert sie die Öffentlichkeit für die Anliegen von Demenz-Patienten und deren Angehörigen. Die Demenzstrategie und eine grosse Informationskampagne stehen im Jubiläumsjahr im Zentrum.

In Europa sind derzeit mehr als sieben Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Bis 2040 dürften es zehn Millionen sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht von weltweit 70 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer bis 2030 aus. In der Schweiz dürfte sich die Zahl von derzeit 110'000 Demenz-Patienten bis 2050 verdreifachen. Demenz wird damit zu einer der grössten gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die zwar behandelt werden kann - aber nicht unterschätzt werden darf. Dass sich damit die Öffentlichkeit, aktuell im Rahmen der Demenzstrategie vor allem aber auch die Politik beschäftigt, dafür sorgt die Schweizerische Alzheimervereinigung ALZ, die heuer ihr 25-Jahr-Jubiläum feiert.

Die Alzheimervereinigung wurde 1988 von einigen wenigen Personen gegründet, die Demenz-Patienten und ihre Angehörigen unterstützen, ihre Interessen vertreten und die Öffentlichkeit für die Anliegen von Menschen mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer sensibilisieren wollten. Heute bietet die Alzheimervereinigung mit ihren 21 Sektionen ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Alzheimer-Patienten und ihre Angehörigen, andere Betreuende und Fachleute.

Engagement für ein besseres Leben mit Demenz

Nicht zuletzt dank der Alzheimervereinigung wurde in den letzten Jahren in der Schweiz hinsichtlich der medizinischen und menschlichen Betreuung von Patienten mit Demenz und Begleitung der Angehörigen viel erreicht. Für die Alzheimervereinigung ist aber klar, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von Demenz/Alzheimer und die Lebensqualität der Betroffenen weiter zu verbessern ist. Im Zentrum stehen dabei insbesondere:

  • eine frühzeitige Diagnose der Demenz
  • eine vernetzte Betreuung der Demenzkranken und der Angehörigen
  • und eine gute Ausbildung aller Personen, die betreuen, pflegen und Hilfe leisten.
Eine alte Frau in einem Zimmer. (Gerd Altmann/pixelio.de)
Die Zahl von Demenzkranken in der Schweiz wird sich bis 2050 verdreifachen. (Gerd Altmann/pixelio.de)

Demenzstrategie im Fokus

Aktuell ist die Alzheimervereinigung massgeblich beteiligt an der Erarbeitung einer nationalen Demenzstrategie. Sie soll im Herbst dieses Jahres verabschiedet werden. Mit der Demenzstrategie sollen Ziele und Massnahmen zur Verbesserung der Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer und der Früherkennung in den Jahren 2014 bis 2017 festgelegt werden. In Anbetracht sich verändernder Familienstrukturen und des sich weiter verschärfenden Betreuungsnotstands liegt es für die Alzheimervereinigung auf der Hand, dass mit einer sinnvollen Gesundheits- und Sozialpolitik dafür gesorgt wird, dass die Betroffenen möglichst lange zu Hause leben können.

In Zusammenarbeit mit dem Bund, den Kantonen und anderen Organisationen bringt die Alzheimervereinigung hier ihre langjährige Erfahrung und ihr grosses Wissen im Bereich Demenz ein.

 

Text: Patrick Gunti - 04/2013
Fotos: ALZ / pixelio.de

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