Alzheimer: Bei Demenz-Anzeichen zum Arzt

Situation eines Patientengesprächs. (Bild: auric Hörsysteme GmbH & Co. KG)
Hausarzt und Spezialisten behandeln an Demenz leidende Patienten oft gemeinsam. (Bild: auric Hörsysteme GmbH & Co. KG)

Eine frühzeitige Diagnose von Demenz oder Alzheimer ist wichtig, um mit einer Therapie die Symptome und den Fortgang der Krankheit mildern zu können. Eine Chance auf Heilung besteht aber bis heute nicht.

Vergesslichkeit gehört zum Menschen. Die Geschwindigkeit, wie schnell wir etwas und wie viel wir vergessen, wird unter anderem vom Interesse, der Emotionalität der Erinnerung und der Wichtigkeit bestimmt, die wir der Information zu Teil werden lassen. Klar ist, dass die geistige Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Lebensalter nachlässt. Neuste Studienresultate belegen, dass logisches Denken und Gedächtnis schon ab 45 Jahren messbar nachlassen.

Frühzeitige Diagnose einer Demenz wichtig

Dass sich die geistigen und körperlichen Fähigkeiten mit dem Älterwerden verändern, ist zwar völlig normal. Dennoch ist es wichtig, Warnzeichen einer möglichen Demenz- und Alzheimer-Erkrankung ernst zu nehmen. Je früher eine allfällige Diagnose gestellt werden kann, desto besser können sekundäre Demenzformen erfolgreich behandelt werden.

Frühzeitige therapeutische Massnahmen tragen ihren Teil dazu bei, Symptome und Fortgang der Krankheit zu mildern. Die selbstständige Bewältigung des Alltags ist so länger möglich und die Lebensqualität höher. Früherkennung ermöglicht zudem eine bessere Lebensplanung.

Sieben Warnzeichen

Das amerikanische National Institute on Aging hat sieben Warnzeichen formuliert, die auf eine beginnende Alzheimer-Erkrankung hinweisen können:

Eine Person...

  1. wiederholt immer wieder die gleiche Frage.
  2. erzählt immer wieder die gleiche kurze Geschichte.
  3. weiss nicht mehr, wie bestimmte alltägliche Verrichtungen wie Kochen, Kartenspiel oder Handhabung der TV-Fernbedienung gehen.
  4. hat den sicheren Umgang mit Geld, Überweisungen, Rechnungen und ähnlichem verloren.
  5. findet viele Gegenstände nicht mehr oder sie legt sie an ungewöhnliche Plätze und verdächtigt andere Personen, den vermissten Gegenstand weggenommen zu haben.
  6. vernachlässigt anhaltend ihr Äusseres, bestreitet dies aber.
  7. antwortet auf Fragen, indem sie die ihr gestellte Frage wiederholt.

Für Menschen in der nahen Umgebung der betroffenen Person können dies Warnzeichen sein, ärztlichen Rat einzuholen. Dies geschieht in der Regel zuerst beim Hausarzt, der die Patienten meist seit vielen Jahren kennt und Veränderungen der geistigen und funktionalen Fähigkeiten am besten einordnen kann. Die Vielzahl demenzieller Symptome und die Komplexität der Diagnostik erfordern in der Folge eine enge Kooperation zwischen Hausärzten und Spezialisten.

Bild: auric Hörsysteme GmbH & Co. KG