Ein anderer Blick auf die Kunst und die Welt

Kunst von Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen. (Bild: Insiderart.de)

Kunst kann die Welt verändern, indem sie Menschen ändert. Und zwar – indem sie uns einen anderen Blick auf die Welt zeigt.

 

In der Online-Galerie für Insider Art präsentieren über 200 Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichen Behinderungen digitalisierte Versionen ihrer Kunst auf der Plattform. Jeder Künstler hat die Möglichkeit bis zu fünf Werke kostenfrei auszustellen und zum Verkauf anzubieten. Der Erlös aus den Verkäufen geht zu 100 Prozent an die Künstler. Insider Art ermöglicht den Künstlern dadurch eine selbstständige Teilhabe am Kunstmarkt. ?Um Besuchern einen möglichst barrierefreien Zugang zur Galerie anzubieten, gehört zu jedem Werk eine Bildbeschreibung, welche Menschen mit Sehbehinderungen erstmals die Rezeption der Bilder im Internet ermöglicht.

 


„Es ist notwendig Freiheiten und Freiräume für künstlerisches Schaffen zu garantieren. Die Online-Galerie ist ein solcher Freiraum. Durch eine innovative Herangehensweise, die Chancen der Neuen Medien nutzend, ist sie ein hervorragendes Beispiel, wie die UNESCO-Empfehlung mit Leben gefüllt werden kann. Das Konzept ‚Insider Art’ entspringt den Grundwerten der UNESCO durch Chancengleichheit künstlerische Ausdrucksformen von Allen für Alle zugänglich zu machen.“ ?Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission für Kultur und Bildung e.V.


Inklusiv denken und handeln

Insider Art versteht sich neben der Präsentation von Künstlerinnen und Künstlern, darunter auch zahlreiche akademisch gebildete, als Impulsgeber, Wegbereiter und Berater für eine inklusive Kulturlandschaft. Unter dem Motto „Inklusiv denken und handeln“ ist es wesentliches Ziel der Arbeit, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen. Neben hohen Reichweiten und steigenden Besucherzahlen wächst auch die Vernetzung der Online-Galerie. Sie genießt hohe Aufmerksamkeit und großes Ansehen in Politik, Gesellschaft, Kunstwelt und Medien.
Insider Art will auf politischer und gesellschaftlicher Ebenen ein Bewusstsein für die Qualität sowie die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Künstlern mit Behinderungen schaffen und diesen Künstlern Sichtbarkeit, Anerkennung und Teilhabe ermöglichen. Durch Vorträge, Diskussionen und beratende Zusammenarbeit mit Kulturakteuren, Stiftungen und öffentlichen Stellen liefert Insider Art einen entscheidenden Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog über Inklusion und betreibt wichtige Lobbyarbeit für Künstler mit Behinderungen.

Insider Art – Aus Liebe zur Kunst

Um die Arbeit von Insider Art zu visualisieren, hat der gemeinnützige Verein Insider Art e.V. einen Film produziert. Er stellt das kreative Potenzial und künstlerische Schaffen von vier ganz unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten vor und zeigt welche Motivation und Leidenschaft sie antreibt, was sie bewegt und was sie fordert, auch was sie teilweise überfordert. Sie sind Autodidakten und Meisterschüler. Sie haben sichtbare und nicht sichtbare Beeinträchtigungen. Sie alle sind Künstler. Ihre tatsächliche Behinderung beginnt für sie im Außen. In ihrer Kunst sind sie frei. Sie alle verbindet die Liebe zur Kunst.
Der Film stellt Insider Art vor und die Intention, eine Gesellschaft zu gestalten, die nicht ausschließt, sondern jeden in seiner Einzigartigkeit einlädt, sein Potenzial einzubringen. Insider Art bezieht sich dabei auf Beuys als Vordenker der inklusiven Idee, der sich für eine Neubewertung der Rolle des Menschen in der Gesellschaft engagierte und Bedingungen forderte, unter denen die freie Entfaltung des Menschen uneingeschränkt möglich werden kann. Dies entspricht den Forderungen der UN-Konvention und ist heute Menschenrecht.


„Der Film ist nicht nur berührend, sondern auch anregend ehrlich. ‚Auch mit gebrochenen Flügeln kann man noch eine ganze Menge erreichen‘ - eine der zentralen Botschaften des Films, denn sie spiegelt die positive Energie wider, die im Engagement von Insider Art steckt.“ ?Astrid Kießling-Taskin, Geschäftsführerin Commerzbank-Stiftung und Abteilungsdirektorin der Commerzbank AG für Group Communications / Corporate Affairs