Die Kunst des Verhungerns - Yves Rechsteiner

Gebundene Ausgabe - Seitenanzahl 176 - Sprache Deutsch

Dieses Buch handelt von vielem – vom Mut, Grenzen zu durchbrechen, von der Lust am Leben, vom Reisen und über die vielen kleinen und grossen Dinge des Daseins, aber in erster Linie ist es ein Buch über die Beziehung eines Sohnes zu seinem Vater.

Drei Novellen

In den vorliegenden, auf wahren Begebenheiten basierenden drei Novellen erzählt Yves Rechsteiner von den verworrenen und verstrickten Phasen eines Lebens, das sich nicht einzwängen lassen will in die Konventionen der Normalität. So ist der namenlose Protagonist nach Kalifornien gezogen, um dort ein Rockstar zu werden, er strauchelt aber, bricht schliesslich alle Brücken hinter sich ab und beginnt eine Irrfahrt ins Ungewisse.
Jahre später erinnert sich der Erzähler an seine Kindheit in der Kommune und fordert Klarheit über die Vergangenheit, rechnet mit allem und allen ab. Als der Vater dann aber an Krebs erkrankt und auszieht, diesen auszuhungern, tritt alles Nebensächliche in den Hintergrund.

 

 

Es ist in erster Linie ein Buch über das Krebsleiden und den Versuch meines Vaters, den Krebs auszuhungern.

„Der Verlag ist aber vorsichtig betreffend des Klappentextes, denn das Werk soll ja auch nicht lediglich als Problembuch, sondern (auch) als belletristisches Werk verstanden werden“, erklärt der Autor Yves Rechsteiner. „Was es ja in der Tat auch ist. Ich habe keine Biografie geschrieben, keinen reinen Leidensweg aufgezeichnet, sondern ich beschreibe in diesem Buch die Beziehung zwischen mir und meinem Vater. In den drei Novellen, die eigentlich auch als kleiner Roman gesehen werden könnten, so aber nicht deklariert werden sollten, da die Geschichten jeweils auch alleine stehen könnten, geht es nicht nur um die Krankheit und den Tod, sondern um unsere beiden Leben. In Tat und Wahrheit wird der Krebs nur im dritten Teil, also in der titelgebenden Novelle "Die Kunst des Verhungerns", thematisiert. In den anderen beiden Novellen ist das menschliche Werden des Individuums - einerseits mich und anderseits meinen Vater betreffend – als wichtiger Bestandteil im Mittelpunkt.
Mein Vater hat immer an mich geglaubt, mir immer gesagt: Tue, was du willst, lebe, wie es dir gefällt. Greife nach allem, nach den Sternen, werde Musiker, werde Weltreisender, koste alles aus. Und ja, das habe ich.“

In einer lakonischen und zugleich poetischen Sprache wirft der Autor Yves Rechsteiner klare Bilder seiner eher ungewöhnlichen Welt in den Raum und verblüfft damit klar, denn die Unmittelbarkeit des Erzählten greift nach dem Leser und zieht diesen mit sich mit.

 

Biografische Angaben

1974 geboren in Basel. Nach dem Abschluss einer Handelsschule verzichtete er auf eine höhere Wirtschaftsausbildung, um einem Leben als Musiker, Dichter und Bohemien zu frönen. Während vieler Jahre ist er rund um den Globus gereist und hat immer wieder für längere Zeit an verschiedenen Orten gelebt – das tut er jetzt, mit Frau und Kindern, immer noch. Er verfasst Erzählungen, Hörspiele, Theaterstücke und längere Prosa. Sein Debütroman »Als läge dort tot der Vater« ist 2015 bei Marta Press erschienen. Der Erzählband »Und dann fängt die Vergangenheit an« (Waldgut Verlag) hat es 2016 auf die Hotlist der unabhängigen Verlage geschafft.

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«Was ist Leben? Es ist der Blitz eines Glühwürmchens in der Nacht.
Es ist der Atem eines Büffels im Winter.
Es ist der kleine Schatten, der über das Gras läuft und sich im Sonnenuntergang verliert.»

Sprichwort der Blackfoot Indianer

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