Rainer Blödsinn?

Das Titelbild von "Das Leben des Rainer (Phil Hubbe/Lappan)
Das Titelbild von "Das Leben des Rainer (Phil Hubbe/Lappan)

Natürlich nicht – aber MS Rainer, einer der Protagonisten im neuen Buch von Phil Hubbe, nimmt mit seiner Multiple Sklerose einiges auf die Schippe. In „Das Leben des Rainer“ wird mit vielseitigem Humor an das Thema Behinderung herangegangen. 

Mit der Figur des Rainer hat Phil Hubbe in seinem dritten Cartoon-Band einen Antihelden mit MS erschaffen. In mehren kleinen Episoden werden Themen wie Diagnose, Therapie und Alltag mit MS und die möglichen Fettnäpfchen dazu angeschnitten. Daneben erschuf Hubbe eine Reihe von einzelnen Cartoons zu verschiedenen anderen Behinderungsarten.

Nicht nur mit Mahnfinger

Der Humor im Buch ist sehr vielseitig. Anstatt nur zu belehren, wird locker über alles gelacht, was behindert. Sicherlich wird mit Witz auf Vorurteile und Rücksichtslosigkeiten gegenüber behinderten Menschen im Alltag hingewiesen. Aber genauso können Betroffene mal über sich selber lachen. Manchmal geht er sogar so weit, dass er Vorteile einer Behinderung karikiert. Da Phil Hubbe selber an MS erkrankt ist, nimmt er sich eben die Freiheit, „behinderte Cartoons“ zu zeichnen.

Ein Cartoon aus dem Bildband (Phil Hubbe, Lappan)
Ein Cartoon aus dem Bildband (Phil Hubbe, Lappan)

Cartoons für jedermann

Wer soll sich nun aber die Cartoons anschauen? Eigentlich sind die Zeichnungen für alle, welche sich trauen, über Behinderungen zu lachen. Betroffene schaffen es mit den Bildern, etwas Abstand zu ihrem Handicap zu gewinnen. Angehörige können damit mal etwas den Focus von den Problemen einer Behinderung nehmen. Und wer selber nicht mit Behinderungen konfrontiert worden ist, findet dadurch einen unverkrampften Zugang zum Thema. Also ein wichtiges und mutiges Buch.

 

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Text: Hia
Bilder: Phil Hubbe/Lappan

 

 

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