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Was wenn Arzt n.15J. Btm Rezepte verweigert(Fentanyl.Oxyc.Lyrica)

Topic Status: beantwortet

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
Landesflagge: DE
K.Seal
Themenersteller
Beiträge: 5
Bin nach einem Unfall bei Auslandseinsatz der Bundeswehr und noch 6 BSV,Rheuma,Polyneurophatie durch langjährige Diabetis -Insulinpflichtig, Traumat.Belastungsstörungen mit Angst und Panikattacken(Behandelnd z.zt.mit Tavor da Gesprächs-sowie zig diverse Therapien auch mit x Antidepressiva über Jahre nicht anschlugen.Bin 100% Schw.Behindert und in Frührente.
Meine Medikam.Dosen wie folgt:
Schmerz:
Fentanyl Pflaster 150microgr./h
Oxycodon 60mg Retard 1 - - 1
Oxygesic akut 20mg bei Schmerzspitzen meist Morgens und oder Abends n.Bedarf.
Lyrica 300mg - 2 x tägl.
Nerven/Psyche:
Tavor 2,5mg ~ 2 x tägl.
Diabetis:
Lantus - Morg. 25 Einh.
Actrapid/Rapidra n.Spritzplan
Diverse Medik.
InuvAir
Pantoprazol
Movicool
Mpc Tabletten
MAGNESIUM
VITASPRINT
So und nach einem H.Arzt wechsel im Okt.18.meinte er: Haben im okt./Nov je 30 Fentanyl und 50 Oxycodon sowie Oxygesic verschrieben und wir dürfen nichts mehr verschreiben.Ich solle in Entzug gehen ( wo nat.4 Mon.wartezeit ist und meine Psyche ohnehin bei dem Gedanken daran schon aus dem Fenster hüpfen will, da ich vor 5 Jahren mal übers ) kein Tavor und Fenta hatte und somit auf der Intensiv mit 5 Microschlaganfälle landete...so wirre Gedanken und extremste Schmerzen...ich dachte das ist mein ende. Auf die Frage was ich in wenigen Tagen tun solle wenn auch noch meine letzten Medikamente augebraucht sind dann die Antwort der Antworten: Mehrfach tägl.in Psychiatrie anrufen und diese Nerven...und das obwohl ich ja gar keinen Entzug wollte sondern nur mein 50jähriges Leben noch etwas lebenswert gestalten solang dies noch geht und ich gar nicht mehr gehen kann was die meiste Zeit ohnehin kaum noch ohne Gehilfen,Rollstuhl oder Familiäre Hilfe mögl.ist.Ich schlag mich im mom.leider von Arzt zu Arzt durch wobei mich im Grunde keiner aufnehmen will und um mal hier und da bei Glück mal ne Notverschreibung zu bekommen was mir bei kleinstpackungen mal 4 Tage Versorgung bringt...ich bin im mom. Physisch wie Psychisch am Ende und weis nicht weiter...ich weis nur das ich einen solchen 0-Entzug nicht mehr überstehen würde.
Lg.
Jack
Verfasst am: 15. 04. 19 [10:14]
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Gelöschter Benutzer
Hallo Jack,
es war voraus zu sehen...
Ich schreibe dir am Abend was, komme ich vorher nicht dazu.
lg
Verfasst am: 15. 04. 19 [10:31]
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Eiswurfel
Beiträge: 1
Ich weis schon, dass es nicht einfach ist es zu bekommen, aber Medizinalhanf bzw. zumindest gegen Schmerzen Cannabidiol wäre sicherlich einen Versuch wert. Falls der Medizinische Dienst eine Kostenübernahme ablehnen sollte, besteht ja schon im Prinzip die Möglichkeit sein Glück vor einem Sozialgericht zu versuchen. In deinem Fall kann Ich mir aber kaum vorstellen, dass das nötig wäre. Ich denke man muss nur einen empathischen, kompetenten Mediziner finden. Grüße und alles Gute!
Verfasst am: 15. 04. 19 [16:27]
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little
Beiträge: 142
Bei deiner Medi-Liste hätte schon viiiiel früher die Reissleine gezogen werden MÜSSEN!!!
Das ist absolut unverantwortlich, du hast eine Multi-Abhängigkeit!
Alleine JEDEN TAG 2x 2,5mg Tavor spricht dafür, dass du von dem Zeug abhängig bist, dazu diverse krasse Schmerzmedis....

Nein, ich spreche dir deine Schmerzen oder Ängste nicht grundsätzlich ab, aber man müsste dich erstmal wieder "reseten", um ein vernünftiges Maß zu finden! Eventuell auch andere Kombis und - vor allem - das SCHEISS Tavor raus!!!

Bist du schon in einer (stationären) Trauma-Therapie gewesen?

Ich wünsche dir von Herzen, dass du es schaffst!

Viele Grüsse,
little
Verfasst am: 15. 04. 19 [16:59]
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K.Seal
Themenersteller
Beiträge: 5
Eiswurfel hat geschrieben:

Medizinalhanf bzw. zumindest gegen Schmerzen Cannabidiol wäre sicherlich einen Versuch wert.

Danke für den Tip aber hört sich doof an jetzt...ich steh überhaupt nicht auf Hanf, Thc und aufs kiffen allgemein nicht...habs 1 x probiert....keine Linderung , nur Müdigkeit und kein schönes Gefühl...war bis zum beginn der Schmerzen auch ein richtiger ``Drogengegner``....bis vor ca.20 Jahren hatte ich noch nie Btm,Thc oder sonstige Bewusstseinsverändernde Substanzen konsumiert...trank und trinke nichtmal Alkohol.

Eiswurfel hat geschrieben:

Ich denke man muss nur einen empathischen, kompetenten Mediziner finden. Grüße und alles Gute!


Ja und den finde ich seit fast einem Jahr nicht. Überall ist gleich der Stempel drauf und fast jeder verschreibt mir mal n Monat oder max. 2 bis 3 so ziemlich alles was ich benötige und dann von heut auf morgen garnix mehr ohne Rücksicht auf Verluste. Mein Ex Doc ist leider ausgewandert...war noch n guter Freund von mir und ich hatte über Jahrzehnte keine Probleme ein eigentlich lebenswertes Leben zu führen fast ohne Schmerzen. Da wurde auch kein Mist gemacht und wurde es mal n Monat etwas mehr an Btm , wurden die Rezepte regulär mit nem A gekennzeichnet...also keine Probleme...doch wo findet man heut noch einen Arzt seines Vertrauens? Aber hoffnung stirbt ja bekannterweise zuletzt.
So long
Jack banghead.gif
Verfasst am: 15. 04. 19 [18:30]
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K.Seal
Themenersteller
Beiträge: 5
little hat geschrieben:

Bei deiner Medi-Liste hätte schon viiiiel früher die Reissleine gezogen werden MÜSSEN!!!

Das sagst Du so locker leicht....Denkst Du ich hab die verordnet bekommen weil ich nix hab oder hab sie geschluckt weil die so gut schmecken???
Kann dir ja mal ne Komplettliste aller Diagnosen posten und dazu noch was ich vor ca.7 Jahren nahm im gegensatz zu heute...ein minus von ca.60%

Das ist absolut unverantwortlich, du hast eine Multi-Abhängigkeit!
Alleine JEDEN TAG 2x 2,5mg Tavor spricht dafür, dass du von dem Zeug abhängig bist, dazu diverse krasse Schmerzmedis....

Klar bin ich von all dem Zeug abhängig...wer wäre das nicht nach 15 bis 20 Jahren....
Und ohne Tavor, von den ich in meiner schlimmsten Phase 7 bis 8 Stück am Tag nahm...sonst hätte ich diese Zeit nicht überstanden. Habe Dinge erlebt und gesehen da träumen die meisten nicht von und kann noch heut oftmals Tagelang nicht ohne Alpträume und schweisgebadet und unter schreien, heulen etc.aufgeschreckt zu werden, nicht schlafen.Meine Frau sitzt oder liegt oft stundenlang neben mir und beruhigt mich dann...ohne Tavor? Möchte nichtmal daran denken....aber danke für die Antwort.

Nein, ich spreche dir deine Schmerzen oder Ängste nicht grundsätzlich ab, aber man müsste dich erstmal wieder "reseten", um ein vernünftiges Maß zu finden! Eventuell auch andere Kombis und - vor allem - das SCHEISS Tavor raus!!!

Bist du schon in einer (stationären) Trauma-Therapie gewesen?
Was ist das?...hab schon x Therapien hinter mir aber geholfen hat nix.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du es schaffst!

Danke

Lg
Jack

Viele Grüsse,
little
Verfasst am: 15. 04. 19 [19:08]
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little
Beiträge: 142
K.Seal hat geschrieben:

Das sagst Du so locker leicht....Denkst Du ich hab die verordnet bekommen weil ich nix hab oder hab sie geschluckt weil die so gut schmecken???
Kann dir ja mal ne Komplettliste aller Diagnosen posten und dazu noch was ich vor ca.7 Jahren nahm im gegensatz zu heute...ein minus von ca.60%


Ich habe NIE gedacht, du hättest damit deinen eigenen Kaugummibedarf gedeckt oder dergleichen! Ich meinte auch nicht, dass du auf 0 in Zukunft sein sollst, sondern dass du quasi erst einmal (unter Aufsicht) auf ein Minimum reduziert, clean werden solltest, um DANACH, mit einer (nach Möglichkeit, bin kein Arzt) geringen aber ausreichenden Medikation, wieder besser versorgt werden kannst.

K.Seal hat geschrieben:

Klar bin ich von all dem Zeug abhängig...wer wäre das nicht nach 15 bis 20 Jahren....
Und ohne Tavor, von den ich in meiner schlimmsten Phase 7 bis 8 Stück am Tag nahm...sonst hätte ich diese Zeit nicht überstanden. Habe Dinge erlebt und gesehen da träumen die meisten nicht von und kann noch heut oftmals Tagelang nicht ohne Alpträume und schweisgebadet und unter schreien, heulen etc.aufgeschreckt zu werden, nicht schlafen.Meine Frau sitzt oder liegt oft stundenlang neben mir und beruhigt mich dann...ohne Tavor? Möchte nichtmal daran denken....aber danke für die Antwort.


Findest du es "gut", dass inzwischen, neben deiner Traumata, nun auch noch das Tavor dein Leben bestimmt?? Ist dir klar, dass eine solche Sucht, Traumatas verstärken kann bzw. eben durch die Gewöhnung häufiger Flashbacks etc. kommen können?

K.Seal hat geschrieben:

Bist du schon in einer (stationären) Trauma-Therapie gewesen?
Was ist das?...hab schon x Therapien hinter mir aber geholfen hat nix.


Ich bin grad unsicher, ob dein "Was ist das?" ironisch gemeint ist, oder nicht.
Falls nein, schau dir vielleicht mal diese Seite an:

http://posttraumatische-belastungsstoerung.com/traumakliniken

Bist du eigentlich auch in "einschlägigen" Netzwerken unterwegs?

Viele Grüsse,
little
Verfasst am: 15. 04. 19 [21:42]
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K.Seal
Themenersteller
Beiträge: 5
Moin,
Nee wusste jetzt echt nicht was das für ne Therapie ist....hatte mit x Therapien solche Gesprächstherapien, Psychiatrie-aufenthalte ca.7-10 mal...machte sogar Gruppensitzungen von Kriegsversehrten über 5 Jahre mit..da waren einige mit gleichen oder ähnlichen Problemen auf Psychischer Schiene...es entstand über die Jahre eine sehr feste Bindung unter uns.leider leider haben von diesen Brüder 3 diesen "Hirnfick"nicht mehr ertragen können..einer wählte ne 9mm, einer nen Autounfall mit angeblich 3,2 Promille und der letzte gab den Drogen ne Chance...alles innerhalb
2 Monaten und alle wurden als Unfall eingestuft..es gab keine Autopsie,keine Akten und Akteneisicht über die Zeit der Einsätze wurde verwährt....das komische nur: alle 3 waren zur gleichen Zeit in der gleichen Psychiatrieeinrichtung untergebracht und wurden von den gleichen sogenannten Fachärzte betreut...ich konnte danach an keiner Sitzung mehr teilnehmen da sich bei mir alles nur verschlimmerte...eine Ärztin meinte das ich mich meinem Schicksal stellen müsse und nicht davonlaufen...tut mir leid aber ich hab mich diesem schon zu oft gestellt...wurden sogar in einem 6 Monatigem Programm der "Wiedereingliederung "z.b.nach Bagram,Al-Tabqa, Dschalalabad ,Basra oder Kabul geflogen...aber all das warf mich um Jahre zurück und der Tavorgebrauch oder besser Missbrauch stieg ins Unermessliche... (sorry, schweife gerade stark vom Thema ab...nicht das ich auch in naher Zukunft nen Unfall hab ,also weiter mit meinem Mist!
.Drogenberatungsstellen schickten mich nach Hause weil ich ja in dem Sinne kein Drogensüchtiger sei sondern nur sozusagen zur falschen Zeit am falschen Ort der Erde war...bei mir wurden Fehldiagnosen über Fehldiagnosen diagnostiziert.Ein Psychiater schickte mich in eine Entzugspsychiatrie da er meinte ich hätte in 2 Tagen ne 50er Dose Tavor geschluckt da ich nicht mehr sprechen konnte und auch meine Koordination war dahin...doch all dies war dadurch entstanden das ich während einem langen Wochenende 5 Tage kein Tavor und keine Morphinpräperrate mehr nahm da ich keine mehr hatte und dachte diese 5 Tage zu schaffen.aber am Ende...Krampfanfälle,störung des Sprachzentrum, gehen, stehen und sitzen fast unmöglich...die Ärztin in der Psychiatrie aber bemerkte glücklicherweise das meine linke Körperhälfte stark nach unten hing...sofort Intensistation...nach Kopfscann,CT und ähnlichen Untersuchungen ab mit Blaulicht in die Uniklinik wo man mir mit so ner Sonde durch die Venen die Blutgerinsel entfernte...hätte mich das Leben kosten können.
Und noch ne falsche Diagnose vom anderen "Facharzt"
Mein linker Fuß begann sich Samstagabend von der großen Zehe an schwarzblau zu verfärben...Sonntag war schon der komplette Zeh und Montagmorgen auch der nebenan komplett verfärbt...ab zum Hausarzt. Er ist Chirurg für gefäschirugie und sein Assi Internist. Beide halb in Panik...Fuß heiß,kein Puls in Zehe, Beine bis zu den Knien feuerrot und durch Wassereinlagerung dick wie bei Elephatiasis...ab sofort in Klinik in der hoffnung Beine und einen Teil der Füße erhalten zu können. Mir wurde es jetzt auch etwas flau im Magen.
In der Chirurgie angekommen sofort alle üblichen Untersuchungen. Und siehe da...dieser Arzt meinte cool: was waren das für Ärzte die bei Polyneurophatie nicht abgestorbenes Gewebe von nem glatten Zehenbruch unterscheiden können...auch dadurch färbt sich das Gewebe um den Bruch ebenfalls...Füse bleiben also drann.wer weis was n anderer Chirurg gemacht hätte???

Oder:Einlieferung in Schmerzklinik um die damalige Dosis von 2 X 100er Fentanylpflaster pro Tag !!! + 2 - 2 - 2 - 2 (8 x 60mg Oxycodon am Tag) und etwa 3 - 4 mal 20mg oxy akut als Bedarf...wurde in 12 Tagen auf genau die hälfte dosiert...Sogar Tavor von 7 auf 4 Tabs täglich runter...dann war Ende weil ich im Mom.vor Schmerzen und Entzug nicht mehr konnte...ging einfach nicht mehr...Entlassung auf eigenen Willen...und der Hammer als ich 3 Stunden später beim Hausarzt saß. Die riefen meinen
Meinen Doc an und meinten: Wir glauben Herr xy(ich)nimmt keine Opiate sondern bunkert diese um sie evtl. zu verkaufen...im Blut wären keine Opiate nachweisbar....mein Doc machte sofort ne Blutentnahme und uk. Siehe da...alles gut und alles nachweisbar.
Echte Vollpfosten.
Eine kleine noch in kurzen Worten und kleinschrft:
Vor 2 wochen...blutzuckerentgleisung...morgens nüchtern zeigt gerät "high" an da dies nur bis 800 misst...starker durst...vermehrter harndrang und schwindel...ab zum arzt...einweisung ins Krankenhaus.
Untersuchungen...langzeitwert...glau hb1 heist der,auf 12,6 wobei 5 oder 6 die norm ist.der erste doc der mit mir rede hatte pläne...werden essen anpassen,anderes insulin und wir ziehen einen diabetologen hinzu...zudem kümmern wir uns um die Polyneurophatie und die wasseransammlung in den beinen und vorallem um die schmerzen.
Alles gelaber....am nächsten morgen: anderer arzt,andere meinung.
Sie können nach Hause...haben ja den zucker auf ca 400 runterdosiert.
Das hätt ich auch zuhaus gekonnt.


Hätte noch zig andere Fehldiagnosen auf Lager aber evtl n anderes mal.

Aber so wird man oft als mensch 3.klasse behandelt wenn die mein medikamentenplan sehen


So long und lg
Jack
Verfasst am: 16. 04. 19 [10:41]
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little
Beiträge: 142
Hallo Jack,

ich sehe, du hast eine Menge gesundheitlicher Schei*** an den Hacken UND dazu noch, jede Menge mieser Ärzte.
Da macht deine Medikation es aber auch nicht leichter, offen gesagt, sondern führt, leider, zu einiger Verwirrung!

Weisst du, ich bin infolge eines bewaffneten Überfalls '99 psychisch krank. Ich habe, bis 2005 einen mich verstehenden Psychiater händeringend gesucht! Was ich bei dieser Suche erleben musste, war beinahe ein weiteres Trauma icon_frown.gif

Erst durch Zufall (ein Hinweis vom Cousin, des Vater meines Freundes u.s.w., u know? ) kam ich zu meinem Psychiater, der einfach ein Geschenk des Himmels ist icon_smile.gif Und bin bis heute deutlich besser eingestellt, ne ganze Ecke stabiler (auch mit Rückfällen) und bin einfach nur dankbar, diesen Psychiater jemals aufgesucht zu haben!

Was ich damit sagen möchte ich a) niemals die Suche aufgeben!
Ruhig auch mal darauf achten, wenn jemand Neues eines Praxis eröffnet/übernimmt! Diese nehmen sich häufig viel mehr Zeit und sind gut vernetzt und vorsichtig(er). Möglicherweise kannst du so weiteren "Problem-Diagnosen" aus dem Weg gehen?
Dann brauchst du HÄNDERINGEND (!!!) einen gescheihten Schmerz-Doc, also z.b. einen Neuro-Chirurgen mit schmerztherapeutischer Zusatzausbildung.
Es ist ein langer Weg und mit Sicherheit wird, je nachdem wo du wohnst, auch einiges an Wartezeit bis zum Termin dabei sein icon_frown.gif Ich orientiere mich nicht selten dabei am Arzt-Bewertungs-Portal jameda.de .
Dort schaue ich zunächst, welche Docs es innerhalb meines Radius vorhanden sind (den ich mitunter auch variabel vergrössere) und wie die Bewertungen sind. Manche, die nur ein "Guter Arzt" als Kommentar hinterlassen, fallen dabei für mich "hinten über".
Vielleicht magst ja da mal durchblättern, was deine Region so hergibt. Immerhin gibt es ja heute das Internet und sowas ist, mit Sicherheit, eines der Vorzüge davon icon_smile.gif Und vielleicht schaust du dich mal im Internet bei den Seiten über "komplexe PTBS" u.s.w. nach. Nur soviel immer, wie du kannst, aber werde in JEDE Richtung aktiv, nicht nur nach den nächsten Tabletten :-/

Ich wünsche dir, die Kraft zu finden, dich auf die Suche nach einer neuen "Mannschaft" für dich zu machen und den Mut und das Vertrauen, dich dann auch in deren Hände zu begeben!!

LG,
little
Verfasst am: 16. 04. 19 [12:02]
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Gelöschter Benutzer
Hallo Jack,
es dauerte doch länger als ich dachte. Manchmal kommt es eben anders, als man glaubt. Sorry.
Bin dir aber sehr dankbar, dass du das hier geschrieben hast und dass dein Beitrag jetzt als Warnung für viele Leser da steht.

Anderseits sollte man in Foren keine Medikamente benennen, weil man dann nicht darüber diskutieren kann / darf. Leichter wäre es, wenn man über Psychopharmaka allgemein schreibt oder sie zumindest nach Wirkungsspektrum einzelner Psychopharma-Gruppen benennt. Also, will ich und darf ich auch nicht in einzelnen darauf eingehen, das wäre dann schon gesetzeswidrig (einer Ferndiagnose und der Fernbehandlung gleich), und ich könnte die paar Freitage, die mir noch verbleiben, hinter der Gitter verbringen ???? Es dürfen aber noch ein Bißchen mehr (Frei-)tage sein, ich lebe ja noch gerne.

Und mir blieb auch nichts erspart. Mit deinen Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen zusammen, wäre das schon ein dickes Buch. Die Fehldiagnosen lasse ich durchgehen, weil die armen Ärzte nach Diagnosen bezahlt werden und nicht alle auswandern sollen *lach. Ein guter Arzt sollte ja zur Heilung verhelfen, auf ewig wird er nicht für eine heilbare Krankheit bezahlt werden ????so ist das schlaue Abrechnungssystem ausgedacht und so kommt es, dass man auch Diagnosen angedichtet bekommt, die man gar nicht hat… Ich bin der Ansicht, dass auch der Zeitdruck oft eine Rolle spielt. Also Vorsicht: in 7 Minuten, die einem zur Verfügung stehen, da bekommt man nicht einmal eine Einsicht… von wegen Durchsicht oder gar Aussicht auf eine (auch noch richtige) Diagnose…bei manchen dauert ja ganze 20 Jahre, dass sie eine Diagnose bekommen, andere gar nicht.

Und bei Fehlbehandlungen handele ich eben eigenverantwortlich. Habe schließlich was gelernt und will immer noch lernen. Zuerst kamen die dummen Ausreden, jetzt kommen die Ausreden auf hohen Niveau, da muss man schon auch schwere Bücher wälzen, in andere Berufe hineinschlupfen, um zu sehen, ob das eine Lüge ist oder die Wahrheit… Warum sagt dein Doc, dass er die Medikamente nicht mehr verschreiben darf. Warum hat er sie dann überhaupt mal verschreiben? Hat auf den Pharmazeuten gehört, dass man die Beipackzettel nicht lesen soll? Warum schreibt man den so was rein, wenn man das nicht lesen soll… Er hätte dir gleich zur Psychotherapie raten sollen, aber vielleicht wollen die Ärzte auch nicht mündige Patienten haben…
Na ja, an allen den Erfahrungen hättest du jetzt ein halber Psychologe und ein ¾ Arzt werden sollen, aber du hast den Fehler gemacht, dass du die Verantwortung für deine Gesundheit an der Praxistür abgegeben hast. Das sind die Erwartungen, die du an Andere stellst; das ist u.a. Dein Problem. Würde ich alles das befolgen, was mir andere sagen, dann wäre ich jetzt schon paarmal tot. Es geht meistens auch anders.

Fakt ist, dass keine Tablette psychische Erkrankungen heilt. Wenn deine Erkrankungen keine organische Ursache sind, dann ließe sich mit der Psychotherapie behandeln. Doch nicht alle Therapeuten sind gleich gut und deine Vorstellung von einer Psychotherapie ist vielleicht etwas daneben. Wer wartet, bis die Therapie anschlägt, der hat das nicht verstanden. Nichts geschieht ohne Mitarbeit. Und dem stehst du negativ entgegen. Anscheinend hat man dir das nicht richtig erklärt, worauf es ankommt?
Eine Gruppen-Gesprächstherapie ist eher für die Menschen geeignet, die Übung an dem Zuhören brauchen, lernen sich an die Regeln zu halten, oder gar glauben, dass einem gut tut, wenn er unter Gleichgesinnten ist, um besser verstanden zu werden. Es kam, wie es kommen soll, du musst deine eigenen Wege gehen.
Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wäre als Einzelsitzungen die Therapie der Wahl.
Eine Konfrontation ist sicher gut, wenn man der Situation auch auf Distanz begegnet und wenn man dies auch kognitiv verarbeiten kann. Ist das nicht der Fall, dann bewirkt das „Wühlen im Dreck“ noch mehr Gestank. Deshalb ging es dir schlechter.

Ich hätte dir auch einige Selbstmorde und einige Gruppenmorde erzählen können. Doch das kommt davon, weil man glaubt, dass das Medikament hilft, im Grunde aber nur blockiert den Verstand und mildert die Gefühle...so, dass einem auch egal ist, ob er sich selbst oder gleich noch 200 andere Passagiere mit in den Tod nimmt (erweiterter Suizid)…
Aber ich müsste mich dann hier mit jedem einzelnen auch auseinandersetzten (die Zeit habe ich nicht) und ihm klar machen, dass die Psychopharmaka nicht heilen und auch nicht ewig helfen das Leid zu ertragen. Sie unterdrucken alles Unangenehme in das Unterbewusstsein und in dir brodelt, irgendwann brauchst du stärkere oder andere Medis und irgendwann bewirken die Tabletten gegen die Angst selbst Angst.
Und das bringt gar nichts, diese Medikamente (Drogen) mit Cannabis zu ersetzen – ist auch nur eine Droge. Um die Schmerzen eines Entzugs zu erleichtern wäre Hypnose auch hilfreich.

Den Magenschohner solltest du eh nicht länger als 14 Tage einnehmen und das auch nur, wenn sein muss. Dies bewirkt auch körperliche Abhängigkeit, da sollst du im Internet nachschlagen, wie man damit umgehen soll, um diese abzusetzen. Kenne auch eine Frau, die das nicht schafft…

Dass du noch hoffst, einen Arzt deines Vertrauens zu finden, klingt wie ein Mährchen. Du musst wissen, was du willst und den Weg gehen, mit allen Konsequenzen. Schauen ob er auch an den Ursachen ansetzt, nicht nur an Symptomen.
Wenn du dein 50jähriges Leben noch etwas lebenswert gestalten willst, musst du weg von der Droge; musst dich entgiften, entwöhnen, Lernen richtige Entscheidungen zu treffen, neue Interessen entwickeln… Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich noch ????
Ich wünsche dir alles Gute.

PS: little, die Bewertungen schreiben sich viele selbst ... *lach
Verfasst am: 16. 04. 19 [18:35]
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