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Verstehen können...

Topic Status: beantwortet

 » Plauderecke
Landesflagge: DE
yvonne2
Themenersteller
Beiträge: 346
Bulldoggenfan hat geschrieben:

... Niemand hat seine Krankheit "verdient"...

Moin,
du hast diese absolute Form gewählt.
Kannst du mir bitte das mit anderen Worten erklären, begründen, begreifbar machen?
lg


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.2018 um 09:08.]
Verfasst am: 11. 10. 18 [09:07]
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Bulldoggenfan
Beiträge: 18
Hey,

ja klar. Eine Krankheit ist Schicksal, man hat sie sich nicht selbst ausgesucht. Das kann aber auch mal anders, bzw. verwaschen sein. Für Manche ist Krankheit ein Weg, um Aufmerksamkeit und Zuwendung Anderer zu bekommen. Was dann auf eine psychische/seelische Störung hindeutet.

Im Kontext gesehen sollte mein Satz zum Nachdenken darüber anregen, wie es im konkreten Fall aussieht. Die Krankheit um die es ging, wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Einige interpretieren sie als Sammelbegriff für entzündliche Vorgänge, deren medizinische Ursache nicht erklärbar ist. Daher geht man oft von psychosomatischen Störungen aus. Sich hier Klarheit zu verschaffen ist für Außenstehende schwierig, für Betroffene aber extrem wichtig, um richtig zu therapieren.

Eine Freundin ist daran erkrankt. Es hat elf nervenaufreibende Jahre gedauert, bis endgültig diagnostiziert und eine SB anerkannt wurde. In diesen Jahren ist sie durch die Hölle gegangen. Mobbing, sie habe das Münchhausensyndrom und anderen Demütigungen war sie ausgesetzt.
Verfasst am: 11. 10. 18 [13:41]
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yvonne2
Themenersteller
Beiträge: 346
Bulldoggenfan hat geschrieben:
Hey,
ja klar. Eine Krankheit ist Schicksal, man hat sie sich nicht selbst ausgesucht....

Und was ist Schicksal?
Bulldoggenfan hat geschrieben:
...
alles andere habe ich nicht gefragt icon_wink.gif
lg
Verfasst am: 11. 10. 18 [15:40]
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Leser 24
Beiträge: 95
Hallo ihr beiden,

eine gute Definition von Schicksal findet ihr hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schicksal

Geht mir aber zu sehr in die Glaubensrichtung und damit hab ich für mich ein Problem. Bin nicht sooo gläubig, obwohl ich vor gefühlt 100 Jahren mal Diplom Meßdiener war und ich kann auch keinen Vorteil darin sehen meine Lebensumstände auf einen anderen zu schieben (egal ob auf einen Gott oder sonst jemand). Ich muß mein Leben so meistern wie es nunmal ist, egal warum und wieso - ich habe mal gehört das wir so viele Leben nicht haben, also ist die Zeit die ich habe zu wertvoll um einen Schuldigen zu suchen.

Gruß Leser

P.S.: gilt natürlich nur für mich, glauben sollte jeder was er mag und ihm sinnvoll erscheint!


meistens gibt es doch einen Weg .............
Verfasst am: 11. 10. 18 [19:05]
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yvonne2
Themenersteller
Beiträge: 346
Hallo Leser25,
nicht alle Menschen fragen etwas, weil sie das nicht wissen. Ich habe z.B. den Bulldoggenfan deshalb gefragt, damit er darüber nachdenkt, was er da schreibt. Also wollte ich seine Version hören. Er muss sich desen sehr sicher sein, wenn er das so als absolut darstellt; sonst hätte er ja geschrieben: "ich glaube, dass...". Und von Menschen, die etwas "mit Sicherheit wissen", lerne ich gerne banghead.gif

Wie ist nun deine Glaubensversion, wenn du das, was du mir als Link präsentiert hast, auch nicht glaubst?
Warum hältst du mich für noch "dümmer" als dem, der in Wiki geschrieben hat? Die Entscheidungsfreiheit kann man sich auch selbst nehmen.

Ich stricke mein Schicksal durch Kausalität (Ursache und Wirkung). Das will aber kaum jemand glauben, weil das so schwer zu glauben ist, dass man sich verbrennt, wenn man eine heiße Herdplatte anfaßt icon_razz.gif
lg

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.2018 um 20:19.]
Verfasst am: 11. 10. 18 [20:15]
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Beiträge: 95
Hi yvonne,

yvonne2 hat geschrieben:

Wie ist nun deine Glaubensversion, wenn du das, was du mir als Link präsentiert hast, auch nicht glaubst?
Warum hältst du mich für noch "dümmer" als dem, der in Wiki geschrieben hat? Die Entscheidungsfreiheit kann man sich auch selbst nehmen.


Da ich den Zusammenhang deiner Frage an Bulldoggenfan nicht erkannt habe, dachte ich ihr braucht eine Definition zum Wort Schicksal. Also hab ich mal eine Suchmaschiene bemüht, weil ich selbst mir nie so tiefschürfende Gedanken um einen Begriff machen würde. Der erste Treffer war bei mir Wikipedia und habe den Link eingestellt. Nur warum ich dich für dumm halten soll ist mir nicht klar?

Weil es die falsche Erklärung ist? Wenn das falsch ist was da steht, ich habe keine Ahnung davon, dann solltest du dich an den Autor wenden.

Du kennst mich nicht, woher auch - aber wenn, dann wüsstest du das ich niemals einen Menschen für Dumm halte oder ihn unterschätze, dich natürlich auch nicht. Wie gesagt ich dachte nur das es Euch (Dir) genauso wie mir geht und ihr die Bedeutung des Wortes nicht kennt. Konnte ja nicht ahnen das es nur mir so geht.

Und meine Glaubenversion ist, das ich nur an Tatsachen glaube und diese als solche aktzeptiere, ich versuche eher meine Probleme zu lösen als das ich nach irgend etwas suche was ich verantwortlich machen kann. Ich betrachte meine Krankheit auch nicht als Schicksal sondern als ein Problemchen das ich nu mal habe und mit dem ich eigentlich ganz gut gelernt habe zu leben. Meine Einstellung hat mir schon vor 28 Jahren das Unverständnis der Oberärztin im Krankenhaus eingebracht, als sie mir die Diagnose mitteilte. Leider konnte ich damals schon das anscheinend geforderte Klischee (Entsetzen, Panik, was weis ich) nicht bedienen. Das finde ich ja so genial am Leben, das wir alle individuell verschieden sind.

Bin dir aber trotz allem Dank schuldig, ich sollte auf Fragen hier die ich nicht begreife nicht direkt antworten, sondern erst mal überlegen icon_rolleyes.gif

Lg Leser

meistens gibt es doch einen Weg .............
Verfasst am: 11. 10. 18 [23:04]
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Rudi65
Beiträge: 980
Leser 24 hat geschrieben:

Und meine Glaubenversion ist, das ich nur an Tatsachen glaube und diese als solche aktzeptiere, ich versuche eher meine Probleme zu lösen als das ich nach irgend etwas suche was ich verantwortlich machen kann. Ich betrachte meine Krankheit auch nicht als Schicksal sondern als ein Problemchen das ich nu mal habe und mit dem ich eigentlich ganz gut gelernt habe zu leben. Meine Einstellung hat mir schon vor 28 Jahren das Unverständnis der Oberärztin im Krankenhaus eingebracht, als sie mir die Diagnose mitteilte. Leider konnte ich damals schon das anscheinend geforderte Klischee (Entsetzen, Panik, was weis ich) nicht bedienen. Das finde ich ja so genial am Leben, das wir alle individuell verschieden sind.

Lg Leser


Nabend Leser,
das zitierte hat mich ein wenig erschrocken, ich dachte schon das könnte auch von mir geschrieben sein.
Es freut mich wenn es ähnlich denkende gibt, es gibt mir das Gefühl nicht ganz anders als die meisten zu sein.
Schönen Abend noch
Rudi
Verfasst am: 11. 10. 18 [23:24]
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Leser 24
Beiträge: 95
Nabend Rudi,

du hast dich erschrocken? icon_biggrin.gif icon_biggrin.gif

Spaß beiseite, gut das du mir die Bestätigung gibst nicht total daneben zu sein - musste einfach mal raus

Gruß Leser

meistens gibt es doch einen Weg .............
Verfasst am: 11. 10. 18 [23:55]
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yvonne2
Themenersteller
Beiträge: 346
Hi hi, Jungs, ich bin aber gerne anders als die anderen. Und mag auch euch als Andersdenkende. Möchte mich aber ab und zu auch zur meiner Entspannung mit meinem Andersein einbringen; und siehe da, es ist gar nicht so weit daneben – noch erreiche ich euch; manchmal, eventuell... manchmal bin ich aber nur so dumm, dass ich glaube, dass ich euch erreiche icon_lol.gif

Lieber Leser25, alles nicht so schlimm, manchmal weiß man eben nicht, wie was bei Andersdenkenden ankommt; gerade deshalb weil die Menschen verschiedene Worte verscheiden interpretieren.
Was ich aber so interessant finde, was jetzt hier widerholt zur Sprache kam, ist diese Abwehr: „Du kennst mich nicht“. Leser25, ich lerne dich durch jedes Wort besser kennen icon_smile.gif Oder meinst du, dass ich dich sehen müsste um dich kennenzulernen. Nein, ich bin nicht von der Sorte, die verblendet sind, von dem, was sie sehen. Von der Sorte gibt es genug draußen, die dich schräg und abwertend ansehen, wenn auf dem Fußgängerweg als Rollstuhlfahrer kommst. Ja, die Worte

und die Taten zählen. Stichwort Tat, >> die Tatsachen muss man nicht glauben, bei den Tatsachen ist der Beweis ja zugänglich ;o)
Lieber Leser25, nimm es nicht persönlich, wenn wir Andersdenkenden die verschiedenen Sichtweisen austauschen. Jeder von uns ist was Besonderes, ein Künstler, Lebenskünstler eben icon_wink.gif alles ok+
lg
Verfasst am: 12. 10. 18 [09:13]
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