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KK schaltet MDK hinzu, weil die KK nicht KG zahlen will... ich bin ratlos... Hilfe

Topic Status: beantwortet

 » Psychische Erkrankungen & Therapien
Landesflagge: DE
212654
Themenersteller
Beiträge: 1
Ich bin an der Arbeit gemobbt worden weil mein Vorgesetzter Jäger ist und er jetzt "gesteckt" bekommen hat, dass ich überzeugte Veganierin bin. Mit sowas ist mein Vorgsetzter überhaupt nicht klar gekommen, da dies ja indirekt ihn kritisiert. Ist er dann ein schlechter Mensch wenn er Gefallen daran hat, Tiere zu töten ? Wie gesagt, ich habe die Sache dass ich Vegetariere bin gar nicht öffentlich gemacht. Meine Kollegin hat ihn geradezu absichtlich die ganze Sache geschildert und sozusagen ... wie sagt man? Oel ins Feuer gegossen, denn sie ist auch Jägerin und hat gar kein Verständnis für diese Gefühlsduselei. Irgendwie muss man ja sein Verhalten verteidigen, oder ? Ich versteh das alles nicht! Wieso kann mn nicht tollerant sein? Ich bin es doch auch und nun habe ich Menschen gegen mich, obwohl ich sie selbst noch nie kritisiert habe. Nebenbei möchte ich in diesen Zusammenhang noch erwähnen, dass ich im öffentlichen Dienst tätig bin - vielleicht spielt das eine Rolle für den Fall. Die ganze Sache belastet mich schon seit Monaten und es ist erniedrigend und beschämend, wie unsachlich und emotional destruktiv Menschen andere Menschen "bearbeiten" können. Die Folge war, dass ich nicht mehr schlafen konnte, und psychisch vollkommen eingebrochen bin. Auch und gerade als ich dann arbeitsunfähig wurde, kam noch mehr Druck und ich sah mich gezwungen zu kündigen. Da das Ende der Beschäftigung knapp nach dem Ende der Lohnfortzahlung und damit den Bezug von Krankengeld liegt, muss nun die Krankenkasse Krankengeld zahlen und nicht die Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld. Nun schaltet meine KK den MDK ein, da sie wohl nicht KG zahlen will... ich bin vollkommen verzweifelt. Reicht nicht, dass mein AG mich mobbt? Nun ist meine eigene KK auch noch gegen mich! Sie will mich zwingen, in meinem Zustand nun zum MDK zu fahren - diser ist auch noch weiter weg von meiner Wohnung. Das bedeutet im konkreten Fall zwei Stunden Hin- und zwei Rückfahrt für mich. Ich soll um 9 Uhr da sein und muss dann um 5:30 Uhr aufstehen... das alles mit meinen Schlafstörungen. Manchmal liege ich die ganze Nacht wach und bin um 5 Uhr froh endlich eingeschlafen zu sein und ich bin dann total kaputt, weil ich dennoch nur 1,5 bis 2 Stunden schlafen kann. Seit ich erfahren habe, dass ich jetzt auch noch seitens meiner KK dieses "Mobbing" erleiden muss, zweifel ich noch mehr an dieser Welt. Was kann ich tun um mich gegen meine KK zu wehren ? Kann das wirklich alles wahr sein ? Bitte um Hilfe, es muss doch noch etwas positives auf dieser Welt sein , oder etwa doch nicht ?
Verfasst am: 19. 05. 17 [13:03]
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renichur
Beiträge: 293
Hallo,

1. was hat "sich vegan ernähren" mit Unmut übers Jagdwesen zu tun???

Nun ist das Kind jedoch in den Brunnen gefallen, wie es so heißt, demnach egal wer welche Vorurteile hatte oder hegt.

2. Rate ich dir dringend eine psychologische Behandlung aufzunehmen. Mobbing hinterläßt starke Schäden und du brauchst professionelle Hilfe um da wieder "rauszukommen".

3. Das du "drin" bist in der Mobbingfalle, zeigt schon, dass du ein harmloses Schreiben deiner KK als "Mobbing" verstehst.

Du bist in der Opferrolle und da solltest du nicht bleiben-also his die schleunigst Hilfe!

4. Zur KK. Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass du zu einer Untersuchung gebeten wirst und auch dort hinfahren musst.
Die 2 h Weg sind absolut zumutbar.

Wenn du dich nicht in der Lage dazu fühlst, muss dir dein HA ein Attest ausstellen und du es einreichen, eventuell kommt ja dann ein Amtsarzt zu dir.

5. Wäre es so falsch erschöpft und müde beim MDK aufzuschlagen? Das würde ja deinen momentanen Zustand sehr gut darstellen. Ich rate dir jedoch dringend deinem HA detailliert deine Probleme zu schildern und ich hoffe er unterstützt dich auch. Seit wann bist du deswegen in Behandlung, welche Medikamente nimmst du deswegen...? Und du bist doch hoffentlich in Behandlung, Neurologe?, sonst stehst du ziemlich schlecht da, auch weil leicht erkennbar ist, wie du die Außenwelt als Feind erlebst. Ob dir das dann vom MDK zum Guten ausgelegt wird, sei dahingestellt. Vor allem wird dich ein Schulmediziner untersuchen, kaum ein Psychologe! Und "Mobbing" ist ein weites Feld und nicht unbedingt überall bekannt....


Also, lass dir helfen. Sprich auch mit Familie und Freunden darüber, Mobbing darf dich nicht mundtot machen. Werde aktiv, bleib kein passives "Opfer". Wenn du ambulant keinen Psychologen findest, geh zu einer Beratungsstelle oder lass dich stationär aufnehmen.
Ausserdem empfiehlt sich zu prüfen, ob deine Kündigung nicht rückgängig zu machen wäre, denn sie ist ja unmittelbar unter dem dort erlebten Druck zustandekommen und somit quasi ein Symptom des Mobbings. Die Kündigung war natürlich ein Fehler. Jetzt bist du auch finanziel schlechter dran usw.
Du wirst auch beim Arbeitsamt, dass ja irgendwann für dich zuständig sein wird, dieselben Schwierigkeiten haben, wie ich bei 5. geschildert habe. Ohne Behandlung gehts ganz schnell bergab, man wird dich nicht ernst genug nehmen und du immer wieder in deine Welt abrutschen und mehr und mehr die Umwelt als "mobbend" wahrnehmen, da ist ganz gefährlich. Und du wirst so auch keinen andern Job machen können.

Sei wieder du, sei stark, lass das Opfer im Schrank, Schultern hoch und sinnbildlich auf die Täter zeigen, denn die tragen Schuld, du solltest dich nicht klein machen, gib dem,was dir passiert ist eine Stimme!


Alles Gute und berichte doch hier,wie es dir geht.


Übrigens KG ist die übliche Abkürzung für Physiotherapie(Krankengymnastik), du erklärst es ja später im Text, aber für einen Titel ist es verwirrend.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.2017 um 20:44.]
Verfasst am: 19. 05. 17 [20:42]
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