Auch mit Behinderung hinaus in die grosse Welt

Der Flughafen Zürich zeigt sich sehr bestrebt, das Reisen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität möglichst angenehm und einfach zu gestalten. Dazu stehen zahlreiche Dienste zur Verfügung.

Bahnreisenden stehen für die Anreise zum Flughafen Zürich mit der S-Bahn oder dem Zug über 270 Zugverbindungen aus der Schweiz und dem nahen Ausland zur Verfügung. Sowohl der unterirdische Bahnhof wie auch die Verbindung mit dem Flughafen sind behindertengerecht eingerichtet. Liftanlagen bringen Betroffene direkt auf die Perrons und sind taktil markiert. Wenn beim Ein- oder Aussteigen aus dem Zug Hilfe benötigt wird, kann diese frühzeitig beim Call Center Handicap (0800 007 102) der Bahn angefordert werden.

Blindenschrift, Grossdruck und auf Tonbandkassetten

Zusätzlich stehen für Sehbehinderte Informationen in Blindenschrift, Grossdruck und auf Tonbandkassetten zur Verfügung. Diese sind bei den Schweizerischen Blindenorganisationen erhältlich und geben zum Beispiel Auskunft über den Zürcher Verkehrsverbund. 

Anreise mit dem Auto...

Wer mit dem Auto zum Flughafen kommt, kann vor die Abflugbereiche Check-in 1 und 2 sowie die Ankunftsbereiche Arrival 1 und 2 vorfahren. In den Abflugbereichen stehen speziell gekennzeichnete Kurzzeitparkplätze kostenlos zur Verfügung, in den Ankunftsbereichen werden die Plätze durch die Verkehrsdisposition zugeteilt. Die Bordsteinkanten sind an wichtigen Übergangsstellen abgeflacht und die Türen im Terminalbereich sind ausreichend breit für Rollstuhlfahrer. In den Parkhäusern 1, 2 und 3 stehen jeweils auf dem Einfahrtsgeschoss in unmittelbarer Nähe zu den Liftanlagen speziell gekennzeichnete Parkplätze für Gehbehinderte zur Verfügung. 

...oder mit Bus / Taxi

Der neue Bushof für die Regionalbusse befindet sich über dem Check-in 3 und ist direkt mit dem Flughafen verbunden. Die An- und Abreise ist aber natürlich auch per Taxi möglich. Diese stehen unmittelbar vor dem Abflug- oder Ankunftsbereich. Auf Voranmeldung kann ein behindertengerechtes Taxi mit Platz für Rollstühle reservieren werden.

Für Rollstuhlfahrende erschlossen 

Im Flughafengebäude sind die einzelnen Bereiche wie Check-in, Abflug, Warteräume, Ticketschalter, Ankunft, Flughafenbahnhof oder Mietwagenzentrale rollstuhlgängig und mit Liften erschlossen. Die Restaurants sind ebenfalls mit dem Rollstuhl erreichbar. Die Zuschauerterrasse ist für Rollstuhlfahrer geeignet.

Behindertengerechte Toiletten und Waschräume befinden sich in den Abflug- Ankunfts- und Transferbereichen sowie am Flughafenbahnhof. Diese sind mit dem internationalen Behindertensymbol gekennzeichnet und mit den Liften erreichbar. Wer medizinische Hilfe benötigt, kann sich an das  Airport Medical Center wenden. Es befindet sich im Bürogebäude neben dem Unique Airport Conference Center.

"Special Assistance"

Für behinderte Reisende gibt es speziell eingerichtete Check-in-Schalter, welche mit "Special Assistance" gekennzeichnet sind. Diese sind im Check-in 1 (Schalter 130) und 2 (Schalter 208) zu finden. Im Check-in 3 informiert das Schalterpersonal entsprechend. An den Special Assistance Schaltern werden behinderte Reisende von den Mitarbeitern empfangen und danach begleitet, bis sie im Flugzeug Platz genommen haben. Späteste Einfindungszeit am Special Assistance-Schalter ist 90 Minuten vor Abflug. Eine Voranmeldung ist bereits bei der Buchung des Flugtickets möglch.

Gepäckträger und Begleitservice

Ein sogenannter Porter holt behinderte Reisende und ihr Gepäck vom Bahnhof, der Autovermietung oder dem Taxistand ab und begleitet sie bis zu den entsprechenden Special Assistance-Schaltern. Bei Ankunft empfängt der Porter die Reisenden in der Ankunftshalle 1 bzw. 2 und begleitet sie wiederum bis zu Taxi, Zug oder Auto.

Alle Fluggäste müssen vor dem Abflug die Sicherheitskontrollen passieren. Rollstuhlpassagiere, welche nicht aufstehen können, werden in einer Kabine von Hand kontrolliert.

Medizinische Hilfsmittel/Medikamente

Wenn Reisende mit einer Behinderung auf Medikamente (Aerosolpumpen, Spritzen usw.) mitführen müssen oder auf spezielle Hilfsmittel angewiesen sind, muss eine ärztliche Bescheinigung bereit gehalten und die Fluggesellschaft vorgängig informiert werden. 

Sollte der Einstieg in das Flugzeug nicht über die Fluggastbrücke möglich sein, werden Liftmobile eingesetzt, um den Passagier komfortabel und sicher in die Maschine zu transportieren. Mitgeführte Rollstühle müssen der Fluggesellschaft angemeldet werden und werden im Frachtraum kostenlos mitbefördert. Bei elektrischen Rollstühlen sind nur Trockenbatterien erlaubt. Einem guten Flug steht nun nichts mehr im Weg.

Text: pg - 09/2007 - MyH
Quelle: Flughafen Zürich


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