Ostergruss statt Schokohase

Eine Wiese und darauf ist mit Blumen geschrieben "Frohe Ostern". (Bild: Elisa-Al-Rahid/pixelio.de)
Lassen Sie sich von der Sonnenstrahlen inspieriern und basteln Sie Ihren ganz persönlichen Ostergruss. (Bild: Elisa-Al-Rahid/pixelio.de)

Es muss nicht immer ein Schokohase sein. Überraschen Sie Ihre Lieben heuer mit einem Brief oder Anruf.

Ostern ist die Zeit des Schenkens
und des Aneinanderdenkens,
zwar kein Porsche und kein Nerz,
dafür eine SMS, E-Mail oder Karte mit Herz.

Diesen Spruch eines unbekannten Dichters habe ich soeben im Internet entdeckt. Aneinanderdenken und Zeitschenken – wir tun es heute viel zu selten. Gerade zu Ostern sollten wir uns bewusst machen, dass unsere Jahre hier auf Erden gezählt sind. Dass der heutige Tag nicht wieder kommt. Und es vielleicht kein „nächstes Jahr“ mehr gibt. In dem wir dann all das machen könnten, was wir heute verschieben.

Verschenken Sie Zeit und Gedanken

Nutzen Sie die Osterfeiertage, um Menschen näher zu kommen, die Ihnen am Herzen liegen! Menschen, für die Sie sich in den letzten Monaten oder Jahren wenig Zeit genommen haben. Möglichkeiten dazu gibt es genug. Natürlich, es kostet ein wenig Überwindung. Aber Sie werden sehen, die lohnt sich.

E-Mail, SMS, Festnetz, Handy, Skype, Karte oder Brief, uns stehen so viele Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung, dass wir es dann oft vor lauter Überfluss bleiben lassen, in Kommunikation zu treten.

Ein pinker Briefkasten vor einem Haus. (Bild: Robert Kneschke/pixelio.de)
In unseren Briefkästen landen heute fast nur noch Rechnungen. Umso mehr freuen sich die Empfänger über bunte Osterpost. (Bild: Robert Kneschke/pixelio.de)

Sammeln Sie Ihre Lebensmenschen

Beginnen Sie heute! Schreiben Sie eine Liste. Setzten Sie alle Menschen darauf, die Sie gerne mögen, die in Ihrem Leben von besonderer Bedeutung waren. Denken Sie dabei auch weit zurück. Erinnern Sie sich an Ihre beste Schulfreundin, mit der Sie durch dick und dünn gegangen sind. Oder den Kindergartenfreund, der Ihnen beim Sandburgenbauen geholfen hat.

War es Ihre Grundschullehrerin, der Sie verdanken, dass Sie heute da stehen, wo Sie sind? Dann setzten Sie sie auf die Liste. Und was ist mit dem hilfsbereiten Nachbarn aus Ihrer alten Wohnung? Oder mit dem freundlichen Bäcker gegenüber Ihrem Büro?

Nehmen Sie auch Verwandte, von denen Sie lange nichts mehr gehört haben, in die Liste auf. Ihre Taufpatin freut sich sicher über ein Lebenszeichen von Ihnen. Genauso wie Ihre Nichte, die es weit in die Welt hinaus verschlagen hat.

Betrachten Sie jetzt Ihre Sammlung und notieren Sie zu jedem Namen die möglichen Kommunikationskanäle. Haben Sie eine Telefonnummer, eine Adresse oder vielleicht nur den Namen? Recherchieren Sie im Internet, über Google, bei Facebook oder Xing. Seien Sie kreativ! Fragen Sie auch bei Personen nach, die die Kontaktdaten möglicherweise haben könnten.

Ein altes Telefon. (Bild: Torsten Born/pixelio.de)
Trauen Sie sich zum Hörer greifen und hören Sie nach langer Zeit wieder die vertraute Stimme Ihrer Schulfreundin. (Bild: Torsten Born/pixelio.de)

Gedanken in Wort fassen

Jetzt wird’s ernst! Beginnen Sie mit einem Brief. So richtig mit Papier und Stift. Wahrscheinlich fällt es Ihnen anfangs schwer, mit der Hand zu schreiben. Genießen Sie es, Ihre Handschrift bewusst aufs Papier fließen zu lassen. Nehmen Sie sich Zeit.

Malen Sie kleine Zeichnungen oder kleben Sie ein paar bunte Sticker auf das Papier. Ganz so, wie man es früher gemacht hat. Lesen Sie den Brief noch einmal durch. Vielleicht haben Sie ja ein schönes Foto von sich, das Sie ausdrucken und dem Brief beilegen können. Verzieren sie auch noch das Kuvert und vergessen Sie nicht, Ihren Absender auf der Rückseite zu notieren.

Suchen Sie jetzt eine nette Postkarte und senden Sie diese an eine Person, der Sie einfach nur mal so „Hallo“ sagen möchten. Die Überraschung wird groß sein.

Und jetzt wagen Sie sich auch an den Telefonhörer. Wählen Sie für das Telefonat eine Person, von der Sie wissen, dass Sie schnell einen Draht zu ihr finden. Notieren Sie sich ein paar Stichworte und Themen, damit das Gespräch nicht ins Stocken gerät. Wahrscheinlich werden Sie diese gar nicht brauchen, aber sicher ist sicher.

Eine Glasflasche mit Zettelchen darin. (Bild: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)
Diese Flaschenpost kann der Beginn einer neuen Freundschaft sein. (Bild: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)

Frischluft inspiriert!

So, jetzt aber genug in der Wohnung aufgehalten! Gehen Sie an die frische Luft und packen Sie eine leere und trockene Plastikflasche, einen Block und einen Kugelschreiber ein. Machen Sie sich auf zum Fluss oder Bach, der sich durch Ihren Ort zieht. Setzen Sie sich am Ufer nieder, machen Sie es sich gemütlich und schauen Sie eine Weile dem Spiel des Wassers zu.

Lassen Sie sich vom Lauf des kühlen Nass inspirieren und holen Sie dann den Block aus Ihrer Tasche. Notieren Sie, was Ihnen gerade durch den Kopf geht und schreiben Sie eine kleine Flaschenpost. Versehen Sie den Zettel mit Ihrer Post- oder E-Mail-Adresse und schicken Sie die gut verschraubte Flasche auf Reisen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich aus diesem Moment eine neue Bekanntschaft?

Blumen für die Nachbarn

Pflücken Sie am Weg nach Hause einen Wiesenblumenstrauß oder brechen Sie ein paar blühende Zweige von den wilden Büschen. Zuhause angekommen, stellen Sie die Blumen ausnahmsweise nicht in Ihr Wohnzimmer, sondern platzieren Sie die Vase in einem Gangfenster. Schreiben Sie eine kleine Osterbotschaft für die Mitbewohner Ihres Hauses dazu. Das ist ungewöhnlich, aber Ihre Nachbarn werden sich sicher sehr über diesen kleinen Gruss freuen. Vielleicht kommen Sie so ja auch einmal mit einem Nachbarn ins Gespräch, der schon etliche Jahre unter, über oder neben Ihnen wohnt, mit dem Sie aber noch nie ein Wort gewechselt haben.

Machen Sie Ostern zu einem Fest der Kommunikation! Und denken Sie dabei immer an das indische Sprichwort: „Ein Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück!“

Fröhliche Ostern wünscht Ihnen von ganzem Herzen das MyHandicap-Team!

Text: Michaela Hawlik - 04/2011

Bilder: pixelio.de

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