Monoski-Urlaub

Aller Anfang ist oft nicht leicht. Florian und sein Papa Wolfgang Scheller wagen sich auf unbekanntes Monoskifahr-Gebiet. (Foto: Familie Scheller)

"Was ich mir in den Kopf setze, das mach ich auch! Und Monoski-Fahren stand dabei ganz oben auf meiner Liste."

Ich, Florian Scheller (11 Jahre) melde mich mit einem Bruder Simon (10 Jahre) und meinen Eltern Christiane und Wolfgang aus Leinach bei Würzburg mit meinem ersten Monoski-Abenteuer. Ich habe seit meiner Geburt eine Tetraspastik.

Trotz Gerda Pamlers Befürchtungen, dass es beim Monoski-Fahren nicht klappt, wollte ich es trotzdem einmal probieren. Nach knapp vier Stunden Anfahrt kamen wir am 14.2.2010 im Hotel Viktor in Viktorsberg/Vorarlberg an und stellten erfreut fest, dass wir schon einige Kursteilnehmer von vorherigen Kursen aus dem Kaunertal kannten. Das Hotel war bis auf wenige Zimmer behindertengerecht und sehr kinderfreundlich.

Erster Kontakt mit dem Monoski

Ich war sehr aufgeregt, was am nächsten Tag auf uns zu kommen würde. Nach der Brotzeit ging ich zeitig schlafen. Gut erholt wachte ich am nächsten Morgen auf. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir nach Furx in unser Skigebiet. Dort angekommen, stellte ich fest, dass der Monoski viel enger war als der Biski und dass ich mein ganzes Körpergewicht über die Arme abstützen musste, um nicht umzufallen.

Bevor es auf die Piste ging, fand ein anstrengendes Aufwärmtraining statt und ich merkte, dass Monoski-Fahren viel anstrengender war als gedacht. Moritz und ich, die Anfänger, waren bei Gerda, die fortgeschrittenen Monoskifahrer waren bei Andrea und die stehenden Fahrer waren bei Bettina eingeteilt.

Die Geschwisterkinder fuhren mit einem Elternteil oder miteinander. Vor dem Einkehren auf der Hütte machten wir eine Abfahrt. Nach dem Stärken ging es zurück auf die Piste. Wenn ich die fortgeschrittenen Fahrer sah, bemerkte ich einen deutlichen Unterschied zu meinen Fahrkünsten.

Monoski-Fahren macht müde

Erschöpft hörte einer nach dem anderen am Nachmittag auf und wir fuhren zurück ins Hotel. Wir hatten noch genügend Zeit vor dem Abendessen um uns auszutauschen und zu spielen. Müde fielen wir in unsere Betten. So verlief Tag für Tag. Niedergeschlagen stellte ich fest, dass das Monoski fahren für mich viel anstrengender war und ich weniger Fortschritte machte, als beim Biskifahren.

Am Donnerstag zu Mittag besprach Gerda mit mir, welches Skigerät das bessere für mich sei. Gerda meinte, dass ich viel mehr gelernt hätte, als sie sich vorstellen konnte, aber trotzdem sei der Biski das ideale Skigerät für mich. Frustriert fuhr ich meine restlichen Abfahrten an diesem Tage.

Florian Saller hat beim Abschlussrennen Gold geholt! Trotzdem will er den Monoski wieder gegen den Biski tauschen. (Foto: Familie Scheller)

Abschlussrennen mit Überraschungserfolg

Am letzten Tag fand das große Abschlussrennen für die Kursteilnehmer und Geschwisterkinder statt. Vor dem Abendessen war die Siegerehrung. Ganz überrascht machte Simon den 2. Platz bei den Geschwisterkindern und ich den 1. Platz bei den Monoskifahrern mit Begleitung. Später schauten wir uns eine Diashow mit den Fotos aus dem Kurs an. Zu später Stunde schickten uns unsere Eltern ins Bett. Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen.

Für mich ist nun klar, dass ich nächstes Jahr mit dem Biski dabei sein werde. Wenn auch das Monoski fahren für mich nicht so geeignet war, bin ich froh, dass ich es trotzdem probiert habe.

Text: Florian Scheller

Fotos: Familie Scheller

 

Florian Scheller ist stets in Aktion. Der Elfjährige fährt seit vier Jahren Biski und sucht immer wieder nach neuen sportlichen Herausforderungen. Seit Dezember 2009 ist er mit seinem neuen Fahrrad Easy Rider 2 von Van RAAM unterwegs. Er reitet einmal in der Woche und trainiert in der „Muckibude“. Florian besucht die 5. Klasse einer Realschule.

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