Rehab bewegt Körper und Gehirn

Auf der Rehab herrscht entspannte Stimmung.
Die Mehrzahl der Besucher kam aus beruflichem Hintergrund zur Rehab 2009. (Foto: Rehab)

 

Mobilität ist gefragt. Und damit sind nicht nur die nötigsten Schritte gemeint. Das Bedürfnis mit Handicap weit hinaus zu kommen, spiegelt sich auch in den Angeboten der Aussteller der 15. Rehab wider.

Bewährte Marktführer und innovative Newcomer im Bereich Rehabilitation präsentierten vom 7. bis 9. Mai in Karlsruhe ihre Hilfsmittel und Dienstleistungen. 

Klassische Angebote und Sonderthemen

Auf der internationalen Fachmesse für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Integration zogen neben dem klassischen Messeangebot vor allem die Sonderthemenbereiche das Interesse 24.455 Besucher auf sich. Mobilität, barrierefreies Bauen und Wohnen, eine grosse Ausstellung zum Thema Freizeit und Reisen und das Fachforum „Marktplatz Gehirn“ standen dabei im Mittelpunkt.

Mobilität

Hersteller von Rollstühlen, Fahr- und Dreirädern und Anbieter von PKW-Sonderausstattungen zeigten ihre Neuheiten. Veigel präsentierte neue Fernbedienungen für Autofahrer mit Handicap und eine neue Umsetzhilfe, die das Ein- und Aussteigen wesentlich erleichtert. Sorg Rollstuhltechnik stellte seinen mitwachsenden Starrahmen-Rollstuhl „Helix“ vor. Der Allroundrolli wächst dank einem speziellen Rahmenkonzept mit seinem Benutzer mit.

Freizeit und Reisen

Menschen mit Handicap können ihre Koffer beziehungsweise ihren Outdoorrucksack in aller Ruhe packen. Das Angebot an Reisen in nahe und ferne Länder ist gross und auch das Ausüben von Extremsportarten ist möglich. Der gemeinnützige Verein Freizeit-PSO aus Österreich bietet im Sommer und Winter Abenteuerurlaube für mobilitätseingeschränkte Menschen an.

Marktplatz Gehirn

Das Programm zum Fachforum „Marktplatz Gehirn“ wandte sich speziell an Menschen mit Hirnverletzungen, Schlaganfall und erworbenen Hirnschäden. Zahlreiche Vorträge veranschaulichten neue Therapiemethoden, Erkenntnisse und Informationen aus dem Bereich der Gehirnforschung.

Zahlen und Krise

Die 547 Aussteller der Rehab konnten sich in den zwei Hallen des Ausstellungsgeländes ordentlich ausbreiten. Die Ausstellungsfläche wurde um 12 Prozent vergrößert, die der Aussteller stieg hingegen nur leicht an. Finanzkrise und restriktive Massnahmen der Gesundheitsreform zwingen kleine und grosse Unternehmen zur Aufgabe beziehungsweise zur Insolvenz. Dabei sollte nicht an der Rehabilitation, sondern durch sie, gespart werden.


Heiter weiter

So angespannt und ernst die Lage der Branche auch ist, die Stimmung in den beiden Hallen war während der drei Messetage heiter. Bleibt zu hoffen, dass im Gesundheitswesen ein Umdenken in Richtung Rehabilitation und Prävention einsetzt und auch die nächste Rehab International im Jahr 2011 wieder viele Aussteller und Besucher in ihren Hallen begrüssen kann.

Text: MHA

Foto: Rehab

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