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für Menschen mit Behinderung

Der Rollstuhl - die Möglichkeit, mobil zu sein

Der Rollstuhlmarkt hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Heute ist ein "Rolli" nicht mehr nur zweckmässig, er hat sich punkto Technik und Material, aber auch betreffend Design stark den Wünschen und Ansprüchen von Menschen mit Behinderungen angenähert.

Ein Rollstuhl sichert Menschen mit einer Behinderung Mobilität zu. Das war beim ehemaligen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt so, ebenfalls in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bei König Philip II. von Spanien - es gilt für den heutigen deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble genauso wie für jeden weniger prominenten Behinderten. Aber auch die Anforderungen an die Mobilität haben sich verändert und so sind heute auf Basis der zweckmässigen Rollstühle eine Vielzahl zusätzlicher Modelle vom Rennsportrollstuhl bis zum Strandrollstuhl erhältlich.

Persönliches Hilfsmittel

Die Auswahl ist gross und auch unübersichtlich, die Antriebsarten sind verschieden. Die optimale Rollstuhlversorgung erhöht die Mobilität in Schule, Beruf und Alltag und trägt somit zur Zunahme der Selbstständigkeit und gesellschaftlichen Integration bei. Bei der Auswahl ist aber speziell darauf zu achten, dass der Rollstuhl ein sehr persönliches Hilfsmittel ist. Diese Erkenntnis muss als Basis für alle weiteren Schritte dienen. Damit der Rollstuhl sinnvoll eingesetzt werden kann, ist die Art der Behinderung genau zu erfassen sowie die Funktion des Rollstuhls zu ermitteln. Wichtige Faktoren sind dabei die Geh-, Steh- und Sitzfähigkeit sowie die Selbstständigkeit. Ebenso wichtig sind die Bedürfnisse betreffend Mobilität und der geplante Einsatzort.

Verschiedenste Rollstuhltypen

Welche grundlegenden Systeme stehen zur Verfügung? Zuerst einmal der Faltrollstuhl, dessen grosser Vorteil seine gute Verstaubarkeit ist. Dieser klassische Rollstuhl ist vom Standardmodell bis zum modernen Aktivrollstuhl erhältlich. Grundsätzlich sind alle Masse des Faltrollstuhls individuell anpassbar. Sitzbreite, Sitztiefe, Sitzneigung und Rückenlehnenhöhe lassen sich auf die benötigten Grössen und je nach Behinderung und Fahrkönnen einstellen. Auch ein starrer Rollstuhl kann gut verstaut werden, wenn das Vorgehen auch ein anderes als beim Faltrollstuhl ist. Der starre Sitz überträgt die Kraft besser, was besonders für Tetraplegiker von Vorteil ist. Die verschiedenen Faltmechanismen sind in den verwendeten Achsenformen begründet.

Weiter stehen vor allem Benutzern mit einem hochgradigen Defizit der Hand- oder Armkraft- und beweglichkeit Elektrorollstühle zur Verfügung. Diese unterteilen sich je nach ihrem Einsatzbereich in Innen-, Aussen und Kombi-Elektrorollstühle, beziehen ihre Antriebsenergie aus einem Akkumulator und werden meist per Joystick gesteuert.

Mit dem Rolli an den Strand

Daneben gibt es eine Vielzahl Rollstühle für die verschiedensten Einsatzgebiete: Trippelrollstühle sind zu Fortbewegung mit den Füssen mittels Trippeln gedacht, Duschrollstühle sind speziell für die Benutzung zur Körperpflege in Nasszellen ausgelegt, Strandrollstühle haben sehr breite Ballonreifen und sind aus Materialien hergestellt, die möglichst unempfindlich gegenüber Nässe, Salz und Sand sind. Rennrollstühle wiederum sind auf hohe Geschwindigkeiten optimiert.

Wirkungsgrad des Krafteinsatzes entscheidend

Unterschieden wird auch in der Antriebs-Form eines Rollstuhls. Eine besonders hohe Zahl von Produktvarianten gibt es bei den Greifreifenrollstühlen. Der Ergonomik kommt eine besondere Bedeutung zu, wenn Energieeinsatz und Energieverlust mitberücksichtigt werden. Gemäss wissenschaftlichen Untersuchungen beträgt der Wirkungsgrad beim Handrollstuhl und optimaler Anpassung ca. 9 %. Über 90 % der eingesetzten Energie gehen also für die Fortbewegung verloren. Wenn der Rollstuhl nicht optimal eingestellt ist, verringert sich die Kraftübertragung weiter. Neben der optimalen Anpassung sind für eine optimale Kraftübertragung und die Wendigkeit des Rollstuhls Einflussgrössen wie Rollwiderstand, Lenkungsart, negativer Radsturz und die Position des Körperschwerpunktes zur Antriebsachse von Bedeutung.

Text: pg - 09/2007 - MyH

e-motion
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e-motion ist so etwas wie die Servolenkung für Rollstuhlfahrer: Jeder Anschub-Impuls am Greifreifen wird durch einen Elektromotor verstärkt.
Medienrolli
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Der MedienRolli, eine flexible und dynamisch erweiterbare Software-Steuerzentrale auf Rädern.
Sportrollstühle
Rollstuhl Shark von Sopur (Bildquelle: © Sunrise Medical, Malsch bei Heidelberg)
Die Sportarten, welche Menschen mit einer Behinderung heute im Rollstuhl betreiben können, sind sehr zahlreich.
Steh-Rolli
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Stehrollstühle ermöglichen Menschen mit einer Behinderung mehr Unabhängigkeit und ein höheres Selbstwertgefühl.
Rollstuhlzubehör
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Manchmal muss der Rolli sogar mit Zuberhör "nach Mass" aufgerüstet werden. So erreicht man optimalen Nutzen und Komfort.

 

Brainjoin Dow Balgrist National Suisse

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