Crazy
Das Erwachsenwerden ist eine schwere Zeit. Davon erzählt Hans- Christian Schmid in "Crazy", der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Benjamin Lebert.
Die Jugend ist alles, was sie haben, wissen die Jungen in "Crazy". Ihnen geht es also um Mädchen und Mutproben, Spaß und die Gewissheit, es geht ums Leben und zwar jetzt. Dass dabei die Eltern noch irgendwie wichtig sind, die Schule nervt und es mit den Mädchen nicht so läuft, gehört dazu. Im Mittelpunkt steht Benjamin - Robert Stadlober -, der neu aufs Internat kommt. Benjamin ist halbseitig gelähmt. Wie er sich fühlt in dieser Zeit des Umbruchs, erzählt Hans Christian Schmid mit leichter, einfühlsamer Hand.
Die eigene Jugend als zweiter Film
Für den Münchner Regisseur sind in "Crazy"; die alltäglichen Konflikte auch die wirklichen Katastrophen. Er inszeniert sie mit soviel Wärme, dass der Zuschauer sich immerfort erinnert und die eigene Jugend als zweiter Film mitläuft.
Wenn Benjamin sich bemüht, mit seiner angebeteten und allseits begehrten Malen beim Baden ein Gespräch zu führen und jäh von seinem Freund Janosch unterbrochen wird, entsteht Jugend hautnah - Sieg und Niederlage befinden sich auf wankendem Boden.
Regie: Hans-Christian Schmid
Drehbuch: Hans-Christian Schmid und Michael Gutmann
Darsteller:
Robert Stadlober
Tom Schilling
Dagmar Manzel
Filmlänge: 95 min





