Down Under
Im September 2004 ist ein grosser Traum für mich (Sandy) und meinen Freund (Beat) in Erfüllung gegangen - Eine Reise nach Australien. Drei Wochen lang haben wir ein Wohnmobil gemietet. Unsere Route startete im nördlichen und tropischen Darwin, dann südwärts, bis zum bekannten Ayers Rock und wieder zurück nach Darwin. Wir sind wahnsinnig begeistert von Land und Leuten, wie auch von den Campingplätzen. Die Camps konnten noch so weit entfernt und billig sein, eine behinderten Toilette und eine behinderten Dusche war eigentlich immer dabei.
Reisetagebuch vom 15.9.04 bis zum 4.10.04 von Sandy und Beat
15.9.04 Ankunft
Auf die Minute genau sind wir in Darwin angekommen. Sandys Tasche wird beim Zoll durchsucht. (Ich musste alles ausräumen) Wir lassen uns vom Flughafen aus ein "sehr" kleines Hotelzimmer reservieren (Value Inn, Darwin). Morgen sehen wir weiter. Wir wissen immer noch nicht genau wie und wo unsere Reise anfängt und endet.
16.9.04
Per Taxi sind wir zu "Briz" gefahren um einen Camper/Wohnmobil zu reservieren. Um ca. 15 Uhr sind wir nach längerem Einräumen losgefahren. Wir hatten super Stress mit Linksverkehr...
Unser eigentliches Ziel war Bachelor (im Litchfield Nationalpark), weil wir zu früh abgebogen sind landen wir dann weiter oben im Tumbling Water-Camping. Erstes Abstellen des Camper-Vans an einer "Powered Site" (mit Strom). Wir hatten das eine oder andere kleine Problem, aber mit Nachbarschaftshilfe hat dann alles geklappt. Wir sind im kleinen, aber schön warmen Pool schwimmen gegangen.
17.9.04
Wir sind sehr früh aufgestanden (ca. 5 Uhr). Wir machten Bekanntschaft mit Pfauen beim Morgenessen. Am Anfang war es ja lustig, aber am Schluss waren es ein halbes dutzend Pfauen (Männlein und Weiblein), die hungrig und gierig um den Tisch stolzierten. Sandy macht ein Riesengeschrei, wenn sie von einem Pfau nur angeschaut wird. Dann verfolgten wir die Wallabies (eine kleinere Art Kängurus), wir kamen nicht näher als zehn Meter, trotzdem waren sie sehr süss. Unser nächster, ursprünglicher Plan: Durchqueren des Litchfield Parks mit einigen Sehenswürdigkeiten, danach wieder in Richtung Norden in den Kakadu Park fahren. Dank Fahrfehler fahren wir aber direkt in den Kakadu Park. Übernachten im Camping Aurora in Jabiru. Ein kurzer Poolbesuch in diesem recht noblen Camping. (Ich habe auf dem Weg in den Pool eine grosse Schlange vorbei schleichen sehen) Danach haben wir in unserem fahrbaren Haus gegessen. Unser Nachbar ist etwas verdächtig und heisst Phil. Er ist mit seiner Frau seit Weihnachten 03 unterwegs, sie haben "vielfältige Interessen." (Er spricht wie ein Lehrer, vor allem mit mir, schön langsam und deutliches englisch sprechen mit den Händen) Seltsamer Kauz.
Ein junger Dingo hat uns noch besucht. Er war supersüss. Leider hat Phil uns von der Fütterung abgehalten, das gehört sich nicht, meinte er. Er findet Sandra "lovely". Wir sind sehr früh eingeschlafenwahrscheinlich dank dem Jetlag, trotz ankämpfen gegen den Schlaf.
18.9.04
Sind wieder sehr früh aufgewacht (so um 5 Uhr). Um 7 Uhr buchten wir eine grössere Tour für heute den, eine kleinere für morgen. Nach einem kurzen Frühstück mit schönen Vögeln (und Besuch von Phil) sind wir an den Pool gegangen. Am Pool war es superschön. Wir konnten den grossen Whirlpool alleine benutzen. Heisses Wetter, mindestens 30 Grad und wolkenlos.
Am Nachmittag sind wir nach Coondai gefahren für die erste gebuchte Tour. Ca. zwölf Leute, der Führer plus eine Aborigine Frau, waren an dieser Tour beteiligt. Die Aborigine Frau zeigte uns Ihr Leben und Ihre Landschaft, wo und wie Sie lebte. Im Auto, mit dem wir losfuhren, durfte Sandy vorne sitzen und somit neben dieser Aborigine Lady Platz nehmen. Die Tour war sehr interessant, es gab unglaubliche Ausblicke und viele gute Infos von Patsie, der Aborigine Frau.
Wir haben Ameisen zum Essen gekriegt, wir zwei konnten uns leider nicht überwinden. Dann haben wir drei Gänse gerupft (von Patsie geschossen). Bei Sonnenuntergang haben wir sie an einem sicheren Platz vor Tieren ausgenommen, gebraten und gegessen.
Bei der Tour haben wir eine kanadische Arztfamilie kennen gelernt. Sie hatten ihren etwa 10-jährigen Sohn dabei. Sie erzählte, dass sie an MS erkrankt ist, aber zum Glück noch nichts merkt. Aber es war für sie sicher nicht so einfach, mit mir und dem Rollstuhl konfrontiert zu werden. Um ca. 21.30 Uhr waren wir ziemlich kaputt nach Hause gekommen. Sandy ist nicht wach zuhalten.
19.9 - 7.10.04 finden Sie im Originalartikel
Text: Sandra Brühwiler
Artikel im Forum diskutieren
Das MyHandicap-Forum bietet Gelegenheit, mit anderen über diesen Artikel zu diskutieren mehr...




